Die halbe Million ist geknackt: In der Vorführung “Allein im All?” begrüßte das Freiburger Planetarium am Samstag den 500 000. Besucher. Passend zum Thema des nachmittäglichen Familienprogramms überbrachte ein Alien dabei außerirdische Grüße und einen Blumenstrauß. Die Besucherzahl von einer halben Million wurde damit fast genau neun Jahre nach der Wiedereröffnung im neuen Domizil in der Bahnhofzeile erreicht.

Geschenke für den Jubiläumsgast (Foto: Planetarium Freiburg)

 

Seit Dezember 2002 führte das Planetarium dort rund 6 000 Veranstaltungen durch: Vorführungen für Kindergärten und Schulklassen, für Menschen jeglichen Alters und aus allen Bevölkerungsschichten, für Gäste aus nah und fern.

 

Rund 30 eigene Planetariumsprogramme sind in dieser Zeit produziert worden: Zahlreiche Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Lesungen, Musikveranstaltungen, Aufführungen, Laser-Shows, Firmen-Events oder aufwändige Astro- Multimedia-Programme. Und natürlich spezielle Programme für Kinder, Jugendliche und Familien.

 

So ist das Planetarium auch am neuen Standort eine kosmische Erfolgsgeschichte. In den vergangenen Jahren haben die Verantwortlichen allerdings zunehmend mit technischen Problemen durch die überalterte Dia- und Videoprojektionstechnik zu kämpfen. Während der eigentliche Planetariumsprojektor der Firma Zeiss auch nach neun Jahren noch gut in Form ist und einen wundervollen Sternhimmel in die 13-Meter-Kuppel strahlt, gibt es bei der Bild- und Filmprojektion immer häufiger Ausfälle und Reparaturarbeiten. Das erschwert den regulären Vorstellungsbetrieb und behindert auch die Produktion neuer Planetariumsprogramme.

 

Daher stieß der Vorschlag der Verwaltung, Investitionen für eine neue Bild- und Videoprojektionsanlage aufzubringen, im Planetarium natürlich auf Gegenliebe. Die alte Technik soll durch eine moderne Full-Dome-Video-Projektionsanlage ersetzt werden. Diese macht ganz neue Reisen durch Raum und Zeit möglich und verwandelt das Planetarium in einen Ort, in dem die Zuschauer nicht nur passive Betrachter sind, sondern mitten drin im Geschehen. Umringt von Roten Riesen, Neutronensternen und Schwarzen Löchern können sie in die größte Geschichte der Welt eintauchen – nämlich die Geschichte der Welt selber. Darüber würden vermutlich auch Außerirdische staunen…