Nach Hinweisen von Bürgern nahm die Polizei heute Mittag in der Freiburger Innenstadt jeweils zwei rumänische Männer und Frauen fest, die aggressiv um Geld bettelten und Passanten angingen. Besonders dreist hatte sich ein 29-Jähriger verhalten, als er einen Passanten im Bereich Augustinerplatz anging, ihm seine Kladde vorhielt und verlangte, dass dieser unterschreibe und Geld für angeblich rumänische Blinde spende. Als der Mann ablehnte, bespuckte ihn der Sammler und drohte ihm.

Der Angegriffene rief umgehend die Polizei, woraufhin der 29-Jährige flüchtete und seine Kladde in einen Bach warf. Eine Polizeistreife konnte ihn kurz darauf festnehmen. Der 29-Jährige war bereits mehrfach bei der Polizei wegen derartigen Betrügereien, aber auch wegen Trickdiebstahl und Betrug aufgefallen.

Die anderen Drei waren ebenfalls in der Innenstadt mit dieser Masche unterwegs und bedrängten insbesondere Senioren, ihnen Geld zu geben.
Die Ermittler stellten fest, dass die beiden jungen Männer bereits mehrfach aufgetreten waren, nicht nur in Freiburg, sondern auch im Regierungsbezirk. Polizei- und Justizbehörde wurden eingeschaltet, sodann Spendengeld beschlagnahmt und einer der beiden in Gewahrsam genommen. Die zuständige Behörde prüft derzeit auch die Erteilung eines Betretungsverbotes für die Stadt Freiburg. Die beiden Frauen, die hier zum ersten Mal auffielen, wurden mit einem Platzverweis belegt. Die Untersuchungen zeigen auch, dass alle vier mit dem gleichen Text (Kopien) auf ihren Kladden unterwegs waren. Darauf wird angegeben, sie würden für Behinderte, Gehörlose und arme Kinder sammeln. Die dabei angeführte Hilfsorganisation existiert jedoch nicht, wie die Überprüfung ergab.
Die Polizei wird weiterhin ihr Augenmerk auf betrügerisch vorgehende “Spenden”sammler haben und bittet Passanten um Hinweise.