Wie ist er wohl dieser Zwischenraum zwischen Leben und Tod, das „After Life“? Für Simone Aughterlony und Nic Lloyd ist das ganz klar: Wenn die Existenz im Stadium der Unendlichkeit nicht mehr an die Zeit gebunden ist, ist dieser Zwischenraum eine Art Wartezimmer. Ein Wartezimmer, geflutet mit Soul-Musik.

 

In diesem Wartezimmer befinden sich Körper (Aughterlony als Skelett) und Geist (in Gestalt von Lloyd). Aus ihrer gewohnten Einheit gerissen, versuchen sie zum ersten Mal getrennt zurechtzukommen. Physisch durchlaufen sie die Stadien der Auflösung und beobachten, was dabei mit ihren grundlegenden Bedürfnissen passiert: Das Bedürfnis nach Essen, Nähe, Bewegung und Sex.

 

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Begleitet werden ihre verzweifelten Bemühungen von einem dichten Klangteppich aus Soul, psychedelischen Melodien, Interviews und Diskussionen. „After Life“ ist das zweite Duett in einer Trilogie der Choreografin Simone Aughterlony. Während sich der erste Teil mit der Existenz des Körpers in Fleisch und Blut beschäftigt hat, untersucht der zweite, was danach mit ihm passiert.

 

Theater, Freiburg
After Life
6. und 7.3., 20 Uhr

www.theater.freiburg.de