Eigentlich sollte sich der Freiburger über die Touristen freuen, die zur Sommerzeit scharenweise die südbadische Hauptstadt entern. Schon klar, die Franzosen, Schweizer und Japaner lassen die Kassen von Einzelhandel und Gastronomie klingeln, doch welcher Privatmann freut sich tatsächlich aus vollem Herzen über die überfüllten Cafés, die überlaufenen Innenstadtgassen und die meterlangen Schlangen vor den Wurstwagen des Münsterplatzes?

 

Seit der Sperrung des Rotteckrings haben die Touristen dem Freiburger allerdings einen neuen Volkssport beschert: Das Angaffen der Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen, die elegant um die Absperrungen herumkurven, um dann – endgültig in die Sackgasse geraten – in panische Wendemanöver auf engstem Raum verfallen. Navi sei Dank!

 

Dass nicht nur veraltete Navikarten, sondern auch die Beschilderung Schuld an der Misere sein könnten, lässt sich nach Betrachtung folgenden Bildes – aufgenommen an der Ecke von Eisenbahnstraße und Rotteckring – nicht von der Hand weisen. Links oder doch rechts?! Wieso nur Anlieger frei, kommt da nicht noch ein Parkhaus?! Und wo darf man denn als Fahrradfahrer hier lang?!

 

Es verwundert nicht, dass die drei asiatischen Touristen die Irrfahrt anscheinend aufgegeben und sich stattdessen mit ihren Koffern zu Fuß auf den Weg gemacht haben. Haltet durch, das nächste Café ist schon in Sichtweite! Wobei… nein, sorry, kein Platz mehr frei.

 

Sperrung Rotteckring Freiburg

Rechts, links oder lieber eilig wenden? Nicht nur Touristen verwirrt die Beschilderung am Rotteckring. Bild: bar