Wo der Erfolg groß ist, werden die Räume schnell mal zu klein. Das weiß auch Matthias Sasse, Chef der gleichnamigen Immobiliengesellschaft (MSI), und wird deswegen am 1. September auf 250 Quadratmetern seinen neuen Firmensitz an der Erbprinzenstraße 2a eröffnen. Im Hauptbahnhof ist es für den wachsenden Gewerbeimmobilienmakler einfach zu eng geworden.

Repräsentativ: Neuer MSI-Sitz an der Erbprinzenstraße.

 

Sasse und sein Mitarbeiter Jonathan Heldt sitzen im Garten der Kantina auf dem Güterbahnhof. Und das nicht zufällig: Sie waren es schließlich, die die Eigentümer des denkmalgeschützten Vorderhauses mit der jüdischen Gemeinde und dem Jugendhilfswerk zusammengebracht haben, die hier Freiburgs erste jüdisch-integrative Kindertagesstätte eröffnen werden. Ohnehin ist das Areal eines der wichtigsten Einsatzgebiete für MSI. „Der Güterbahnhof wird keine nüchterne Bürohauszeile wie an manchen anderen Stellen, sondern das Gewerbequartier in Freiburg überhaupt“, glaubt Sasse. Er habe Interessenten für rund 30.000 Quadratmeter in seiner Datenbank, der Güterbahnhof sei sehr wichtig, um Firmen von außerhalb oder einheimischen, die sich verändern wollen, etwas sehr Attraktives anbieten zu können. Auch wenn die Bahnhofsachse weiter wächst, auch wenn das neue Gebiet Haid-Süd auf dem Markt ist.

„Bei der Haid hätte man die Straßenbahn verlängern können, dann wäre das für die Firmen sicher attraktiver.“ Beim Kampf um gute Mitarbeiter würde heute mehr und mehr die Qualität der Firmensitze, das Wohlfühlen am Arbeitsplatz, eine zentrale Rolle spielen. Der Güterbahnhof sei bald mit der Messelinie und der Straßenbahn durch die Waldkircher Straße „super angeschlossen“, er lebe von der Atmosphäre, es müssten sich jetzt „ein paar Zugpferde“ ansiedeln, dann werde sich das Areal schnell sehr gut entwickeln.

Sasses Team hat auch in diesem Jahr schon einiges bewegt: Reservix ist auf 1000 Quadratmetern (mit weiteren Optionen) im Freiburger Hof untergebracht, das Jobcenter der Arbeitsagentur im Hauptbahnhof auf 1200, die Abfallwirtschaft des Landratsamts (500) brachte MSI ebenfalls im Bahnhof unter, genauso wie den Weiterbildungsspezialisten alfatraining (600). An der Basler Straße 109 hat MSI mit Die Kaiserin das Pendant zum Kaiser ins Geschäft gebracht und gleich auch noch den Friseurgroßhandel Pro-Duo versorgt. Für die Drogeriekette dm machte er einen Vertrag im einstigen Baby-Walz-Haus an der südlichen Kaiser-Joseph-Straße klar, ins Haus Münsterplatz 12 bugsierte er eine Filiale der Outlet-Boutique Högermann & Kox. Und im Hauptbahnhof wird im September Roxy eröffnen – eine american diner & sportsbar. Sasse hat trotzdem noch mehr als 50 Flächen im Angebot – und viele Ideen im Kopf. Mal schauen, wie lange die Räumlichkeiten in der Erbprinzenstraße ausreichen.

Text: Lars Bargmann / Foto: MSI