Seilbahnfahrt, Fernsicht, frische Bergluft und jede Menge Spaß und Action – das alles und noch viel mehr erlebt, wer einen Ausflug zu Freiburgs nahe gelegenem Hausberg, dem Schauinsland, unternimmt. Bei schönem Wetter ist Spaß garantiert, aber auch kurzfristige Wetterumschwünge machen dem Schauinsland-Kenner nichts aus: gibt es doch mit dem Museums-Bergwerk, dem Steinwasen-Park, dem Schniederlihof und den vielen Einkehrmöglichkeiten mehr als genug abwechslungsreiche Rückzugsgelegenheiten.

Foto: © Christoph Eberle/STG

 

Die Bergwelt ruft
Deutschlands längste Kabinenumlaufbahn bringt die Besucher in 20 Minuten Fahrzeit von 470 auf 1220 Höhenmeter. Schon diese Fahrt wird zum vielseitigen Erlebnis, das mit der neuen Jahreskarte beliebig oft variiert werden kann. Da gibt es kulinarische Seilbahnerlebnisse, begleitete Wanderungen oder beeindruckende Nachtfahrten. Am 14. Juni lädt ein Aktionstag Menschen mit Behinderung und deren Begleitperson zur Gratisfahrt. Am selben Tag findet im Restaurant Bergstation auch eine der monatlichen Krimilesungen statt. Diese begleiten das Frühstücksbuffet und werden lediglich von einer Sommerpause zwischen Juli und September unterbrochen, bevor es im Herbst spannend weitergeht.

Restaurant „Bergstation“: Grandiose Fernsicht. Foto: © Ralf-Udo Thiele / Bergstation

 

Bis dahin aber genießen die Gäste der „Bergstation“ tagtäglich das breite Angebot des Frühstücksbuffets und der warmen Küche bei herrlicher Aussicht von einer der beiden Sonnenterrassen. Der Veranstaltungsraum in der oberen Etage ist für viele Anlässe buchbar und bietet neben dem besonderen Charme des unter Denkmalschutz stehenden Hauses einen grandiosen Ausblick. Geführt wird das Restaurant seit Sommer 2013 von Hannah Wieck und Philipp Hegar.

Die Halde: Optisch und kulinarisch ein Highlight. Foto: ©  Die Halde

 

Eine feine, kulinarische Vielfalt und ein sanftes Ruhebett für die Nacht hält das Vier-Sterne-Wellness-Hotel „Die Halde“ für seine Gäste bereit. Der ebenfalls denkmalgeschützte Gasthof lädt im traditionsreichen, aber frisch herausgeputzten Ambiente ein zu Gaumengenüssen aus der gehobenen Küche. Aussicht genießt der Gast nicht nur aus seinem Zimmer und von den Gaststuben, sondern auch aus dem riesigen Panoramafenster des Hallenbads und von der Sonnenterrasse. Dort werden regionale Köstlichkeiten serviert – vom Frühstück über selbst gebackene Kuchen bis hin zum Abendessen. Für Erfrischung sorgt ein Sprung in den Naturbadeteich unter freiem Himmel. Und in der Sauna und im Fitnessraum darf geschwitzt werden – „Bei Reservierung auch zum günstigen Night-Spa-Tarif für Tagesgäste, der von 18 bis 22 Uhr gilt“, verspricht Hotelmanagerin Caroline Knoblich.

„Zähringer Hof“:  Geheimtipp nicht nur für Gourmets. Foto: © Christoph Eberle

 

Nicht weit entfernt, am Stohren, liegt der Zähringer Hof. Der in dritter Generation von Sabine und Christoph Riesterer geführte Gasthof gilt als Geheimtipp für Gourmets. Ob gemütlich am Kachelofen, mit Panoramablick ins Tal oder auf der großen Sonnenterrasse – hier findet der Gast überall Platz und kann Essen und Aussicht genießen. Die konsequent regionale und saisonale Küche bringt alles frisch auf den Teller, auch den hausgemachten Kuchen. Aktuell steht der Maibock auf der Karte, ab 1. August die Gämse. „Wir verarbeiten immer das ganze Tier“, merkt Christoph Riesterer an und ergänzt: „Das hat bei uns eine lange Tradition. Wir bereiten zu, was uns der Jäger bringt. Alles zu seiner Zeit, und dann solange der Vorrat reicht.“ Wann immer es geht, hält er sich bei den Produkten und Zutaten an Bio- oder Demeter-Ware. Und wer gar nicht mehr weg will, bleibt gleich zum Übernachten.

Museums-Bergwerk:  22 Etagen unter der Erde. Foto: © LUBW

 

Die Vielfalt lockt
Vom Pass aus eröffnen sich dem Wanderer, Biker oder Abenteurer eine Vielzahl an Möglichkeiten: Darf es ein Museumsbesuch im Schniederlihof sein? Oder ein Abstieg in das Stollenlabyrinth des Museums-Bergwerks? In diesem werden neben dem täglichen Programm seit Kurzem auch buchbare Gruppenführungen in Englisch und Französisch angeboten. Oder wie wäre es mit einem Besuch der heimischen Tierwelt der Berge im Steinwasen-Park, einer schaukelnden Begehung der längsten Indianerhängebrücke der Welt oder einer schwungvollen Fahrt mit der neuen Coaster-Bahn?

 

Noch höher hinaus geht es auf dem Schauinslandturm sowie auf dem Gipfel- und dem Erzkastenrundweg. Baumskulpturen, windschiefe Weidbuchen, eine alte Bergwerkslore und vieles mehr begegnen einem auf den Wegen rund um den Gipfel. Und manchmal taucht auch der eine oder andere Oldtimer auf, dessen Fahrer es sich nicht nehmen lassen will, die Route der legendären Rennstrecke nachzufahren. Am Freitag, 31. Juli und Samstag, 1. August, lebt dieses Stück Freiburger Geschichte im Rahmen der vom ADAC jährlich durchgeführten Schauinsland-Klassik-Tage für kurze Zeit wieder auf.

„Holzschlägermatte“: In neuem Gewand. Foto: © Holzschlägermatte

 

Und wenn es an den Nachhauseweg geht, zumindest was die aus Freiburger Richtung kommenden Besucher anbelangt, fällt die Wahl zwischen Abstieg, Seilbahntalfahrt oder einem actionreichen Spaß auf Europas längster Downhill-Rollerstrecke. Die kurvenreiche Route auf eigens ausgeschilderten Pfaden führt auf halber Strecke vorbei an der Holzschlägermatte, aus der die neuen Pächter, Dörthe und Mike Minuth, im vergangenen Frühjahr mit viel Liebe und Engagement wieder ein Ausflugslokal machten, wie man es sich wünscht: mit durchgehend warmer Küche von 12 bis 21 Uhr, hausgemachten (Käs-)Spätzle und Flammkuchen, bodenständigen Leberle mit Brägele, Kuchen und leckerem Bio-Eis. Und das Ganze in freundlicher, heller Atmosphäre und bei traumhafter Aussicht von der Gartenterrasse.

 

Text: Reinhold Wagner