Fundstueck

 

Die Spargelzeit nähert sich dem Ende. Wer jetzt bereits den Ernteschluss bedauert, den kann vielleicht das Spargel-Gedicht der Griestalstrauße in Freiburg-Opfingen etwas aufheitern. Ein Schelm, wer böses dabei denkt!

 

Das Gedicht vom Spargel

 

In Opfingens früchtereichem Land

ist eine Pflanze wohlbekannt. Der Spargel!

Er schmeckt so gut und wirkt famos

drum freut sich immer klein und groß

wenn endlich geht das Stechen los. Vom Spargel!

 

Im Dunkeln schläft er klein und still

und kann nicht so wie er es will. Der Spargel!

Doch wenn es etwas warm und feucht

er schnell aus seinem Loche kreucht

und seinen Kopf ganz offen zeigt. Der Spargel!

 

Die Hausfrau ist meist sehr entzückt

wenn sie seinen schönen Kopf erblickt. Vom Spargel!

Und war ‘ne gute Stange dran

spricht lächelnd sie zu ihrem Mann

er hat uns beiden gut getan. Der Spargel!

 

Nicht immer haben Frauen Glück

nicht immer ist er grad und dick. Der Spargel!

Oft ist er dünn und langgestreckt

oft krumm, als wollt’ er um die Eck

doch stets erfüllt er seinen Zweck. Der Spargel!

 

Ein langer offener Aufenthalt

ist auf die Dauer auch zu kalt. Dem Spargel!

Drum schützt ihn sorgsam und auch schlau

denn ist sein Kopf erst einmal blau

dann ist er zwecklos für die Frau. Der Spargel!

 

Wie jedes Ding auf dieser Welt

so auch er der Zeit zum Opfer fällt. Der Spargel!

Drum merk’ solang er steht und schießt

das Ihr ihn voll und ganz genießt

bis das den letzten Saft er gießt. Der Spargel!!

 

Griestal-Strauße