Ende November hatte die Strabag Real Estate (SRE) das Richtfest fürs 130 Zimmer fassende Hotel Holiday Inn Express an der Heinrich-von-Stephan-Businessmile in Freiburg gefeiert. Und am 9. März wird der Freiburger Bereichsleiter Martin Lauble erneut einladen: Denn dann wird der Rohbau für das Projekt Schnewlin 12 fertig sein. Schon der Rohbau ist ein Hingucker.

 

So soll’s aussehen: Holiday Inn Express an der Businessmile.

So soll’s aussehen: Holiday Inn Express an der Businessmile.

 

Zwölf Millionen Euro wird die Strabag bis zum Herbst in das Gebäude mit der schiefen Ecke investieren. Drei der sechs Gewerbeeinheiten sind verkauft, der Softwareanbieter Patronas Financial Systems GmbH hatte schon vor dem Spatenstich die beiden oberen Etagen mit rund 830 Quadratmetern gekauft, der aus Neustadt nach Freiburg gezogene Notar Alexander Vivell hat sich 435 Quadratmeter in der vierten Etage gesichert. „Wir haben jetzt noch drei Teilflächen und ich bin zuversichtlich, dass wir diese bis zur Fertigstellung auch veräußern können“, sagt Lauble, der den Baufortschritt von seinem Büro im benachbarten Business-Xpress bestens verfolgen kann. Mit mehreren Interessenten befände er sich in Gesprächen.

 

Die Käufer können ob des nachhaltigen und energieeffizienten Gebäudekonzepts bei der KfW-Bank zinsverbilligte Darlehen beantragen. Das an einen Kristall erinnernde Gebäude hat ein Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in Gold. Der Quadratmeter kostet ab 4000 Euro netto. „Das ist in Freiburg das sichtbarste Grundstück im Gewerbebereich, ein toller Stadteingang“, hatte Baubürgermeister Martin Haag beim Spatenstich gesagt. Unsichtbar sind indes die 34 Stellplätze in einer zweigeschossigen Tiefgarage.

 

Neben den drei neuen Nutzern hier sucht Lauble auch noch einen Gastronomen für die im bereits fertig- gestellten Straumann-Gebäude liegende Einheit im Erdgeschoss. „Es gab schon viele Anfragen, aber wir wollen jemanden, der zum Quartier perfekt passt, der mit einem Mittagessen für Geschäftsleute punkten kann.“ Die Gastronomie liegt gut nach Süden ausgerichtet am Quartiersplatz, zu dem auch eine Wasserfläche gehört, bietet drinnen 350 und draußen 200 Quadratmeter.

 

Nach den beiden Richtfesten wird der nächste Meilenstein an der Businessmile der Spatenstich für ein zehngeschossiges Hochhaus sein, über das am 1. März der Gestaltungsbeirat berät. Der Entwurf kommt von MHM Architekten aus Wien. Zeigen will ihn Lauble vorher nicht. Das Bürogebäude wird rund 7500 Quadratmeter Mietfläche haben und anders als bei Schnewlin 12 nicht an einzelne Nutzer verkauft.

 

Mit dem Hochhaus wird es entlang der Heinrich-von-Stephan-Straße noch fünf Bauabschnitte geben, für die im Frühjahr noch die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Bis dort alle Strabag-Projekte mit insgesamt 47.500 Quadratmetern Bruttogrundfläche schlüsselfertig sind, werden noch sechs, sieben Jahre vergehen. Es wird also weiter heißen: Nach dem Richtfest ist vor dem Richtfest.

 

Text: Lars Bargmann / Visualisierungen: © STRABAG