Ein Mann mit dreißig Frauen: Wovon andere nur träumen können, wird für Moritz Schmitz bald Realität. Der Freiburger ist Teil einer neuen RTL-Serie mit dem Titel „Take me out“, bei der er sich einer Gruppe von Frauen vorstellt, die dann entscheiden können, ob sie mit ihm ausgehen möchten – am Ende arrangiert der Sender ein Date mit einer der Frauen. Damit sich der 25-Jährige adäquat präsentieren kann, ist kürzlich ein Kamerateam nach Freiburg angereist, um Schmitz‘ Wohnung, seine Arbeit beim Ganter Brau-Erlebnis und seinen Alltag zu filmen.

Moritz Schmitz
„2013 ist mein Jahr. Angefangen hat es zwar ziemlich schlecht mit der Trennung von meiner Freundin, doch dann habe ich kurz hintereinander bei zwei Gewinnspielen erst ein Jahresabo fürs Kino und dann eine Reise nach Südafrika gewonnen. Und als ich vor einem Monat mit dem Abo einen Film anschauen wollte, hat mich auf dem Weg ins Kino ein Talentscout für eine neue Fernsehshow angesprochen.

Ich komme aus der Medienstadt Köln, wo tagtäglich Scouts rumlaufen, die Models und neue Gesichter für Fernsehformate suchen. Doch obwohl ich mir immer gewünscht habe, angesprochen zu werden, hatten nur meine Freunde das Glück. Dann komme ich ins beschauliche Freiburg und plötzlich meint ein Typ auf der Straße zu mir: ‚Entschuldigung, bist du zufällig Single?’ Nachdem ich gemerkt habe, dass da kein persönliches Interesse dahintersteckt, sondern dass er für eine Show junge, attraktive Singles sucht, habe ich mich geschmeichelt gefühlt.

Zugegeben, ich bin manchmal ziemlich naiv und habe mir gleich vorgestellt, wie ich jetzt groß rauskomme. Schließlich wollte ich schon als Kind Schauspieler werden. Mit 14, 15 Jahren bin ich zu diversen Castings für Kinderfilme gegangen, doch bis auf eine Komparsenrolle im Tatort, bei der ich einen Schüler gespielt habe, hatte ich keinen Erfolg.

Ich konnte dort aber erste Filmluft schnuppern, und so war ich nicht erstaunt, als das dreiköpfige Kamerateam hier in Freiburg neun Stunden lang an einem Einspielfilm gedreht hat, der dann gerade einmal 45 Sekunden lang sein wird. Bezahlt bekomme ich diese neun Stunden nicht, dafür zahlt der Sender die An- und Abreise, die Unterkunft und den Dreh in Köln. Wegen des Geldes mache ich das aber auch nicht, die Show ist einfach ein Abenteuer, das ich mitnehme.

Ziel der Sendung ist es ja, die große Liebe zu finden – aber ob das klappt? Mein Credo ist, dass man nie nach der Liebe suchen darf, da man sie sonst auch nicht findet. Doch die Chance ist bei solch einer Show sicherlich höher, als wenn man auf die altmodische Art eine Frau beim Einkaufen kennenlernen will.“

Text & Foto: Tanja Bruckert