1978 gab es noch keine Flachbildschirme, Mobiltelefone, PCs und iPods. Elekronik und Bauteile hingegen schon. Ebenso zahlreiche Bastler, Tüftler und Technikfreaks. Und zwei Physikstudenten aus Freiburg, die jede Menge Spaß an Drähten, Transistoren und Kabeln hatten, sich aber niemals vorstellen konnten, in einem anonymen Großbetrieb zu arbeiten. „Wir haben die Marktlücke erkannt und machten uns 1978 selbständig“, erinnert sich Ulrich Allgaier, heute 55 Jahre alt und immer noch Geschäftsführer. Die Omega electronic GmbH, benannt nach dem griechischen Buchstaben für Widerstand (Ohm), begann mit zwei Mitarbeitern in der Eschholzstraße 68 im Freiburger Stadtteil Stühlinger. 1982 wurde fünf Häuser weiter der heutige Standort bezogen und beständig erweitert, 2007 kamen das Geschäft und die Büroräume in der zentralen Raustraße hinter der Schwarzwaldcity hinzu.

 

Fotos: Omega

 

 

Heute gibt es in Freiburg Mediamarkt, Saturn und sonstige Elektrogroßhändler, Omega gibt es immer noch. Derzeit hat der Laden knapp 50 Mitarbeiter und sechs Auszubildene und hegt sogar weitere Expansionspläne. „Das Konzept kann auch in anderen Orten Sinn machen“, sagt Andreas Laux, als Prokurist Teil der Geschäftsführung. Wie und warum hat man überlebt? „Wir sind ein sehr personalintensives Unternehmen, die umfangreiche Beratung steht bei uns im Vordergrund, das unterschiedet Omega von den Mitbewebern“, so Laux weiter. Der 32-jährige studierte Volkswirt selbst ist auch ein Teil der Erfolgsstory, denn schon als Student jobbte er bei Omega. „Wir sind ein Kultladen, bei uns arbeiten nur Leute mit einem hohen technischen Grundverständnis“. Und diese Leute wissen, wovon sie reden.

 

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die Anzahl der Artikel: Es sind über 12.000, es fängt an beim Akku für ein zehn Jahre altes Handy, geht über Batterien für Hörgeräte und Zubehör zu Funktechnik und Netzwerktechnik bis hin zu elektronischen Bauteilen. Einmal wollte jemand sogar ein Bauteil für das Raumschiff, das in seinem Garten gelandet war. Auch er bekam, was er wollte. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

dob