Edles Loungeambiente im Skajo – Freiburgs schönste Dachterrasse

Weiße Korbstühle, weiße Marmortische, weiße Sonnenschirme. Mango-Ingwer-Spritz, Moscow Mule, Lillet Wildberry. Eine Bar unter freiem Himmel, gechillte Loungemusik, Blick über die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Welcome to St. Tropez? Nein, willkommen auf Freiburgs schicker neuer Dachterrasse. Willkommen im Skajo.

Skajo-Dachterasse mit einzigartigem Ausblick.

 

Die Freiburger mussten Geduld aufbringen: Zwar hat das Skajo im neuen Sparkassengebäude an der Kaiser-Joseph-Straße schon seit April geöffnet, die Dachterrasse wird jedoch erst seit Ende Mai bewirtschaftet. Der Blick war das Warten wert: Wir sitzen direkt an der Kajo, gefühlt auf einer Höhe mit dem Dattler, und genießen die Aussicht auf Martinstor und Münsterturm – wer hätte gewusst, dass da in luftiger Höhe Geranien hängen?

 

Die Sonne versteckt sich hinter Wolken, der Münsterplatz ist bis auf sporadisch vorbeiflanierende Touristengruppen menschenleer, lediglich die Musik eines Saxophonspielers tönt hinauf in den sechsten Stock. Doch die Dachterrasse ist auch an diesem Montagabend gut besucht: Geschäftsmänner trinken einen Feierabend-Caipirinha (wie alle Cocktails 9,50 Euro), eine Frau schmökert bei einem Glas Rosé (7,20) in einem Bali-Reiseführer, eine Gruppe, die nach BWL-Studenten aussieht, bestellt von der Sommer-Spritz-Karte (Acai-Spritz, Exot Tonic & Co. je 7 Euro).

 

Wir bestellen ein Crosstini-Dreierlei zu den Drinks und bekommen eine köstliche Auswahl an Bruschetta, Lachstartar und Ziegenkäsecreme (11 Euro für 6 Stück, 17 für 9).

Im Innenbereich des Skajo herscht ein edles Ambiente.

 

Da die Speisenauswahl auf der Terrasse vor allem aus Salaten besteht, geht es danach einen Stock tiefer ins Restaurant. Die weißen Möbel der Terrasse weichen dunklem Holz und goldenem Kunstleder, indirektes Licht und leise Jazzmusik vervollständigen das edle Ambiente. Lediglich die Papierservietten scheinen nicht ganz passen zu wollen.

 

Qualität statt Quantität ist das Motto der Karte, auf der die Fischgerichte im Vordergrund stehen. Wir entscheiden uns für Penne Thunfisch mit Avocado, weißer Schokolade und Cashewnüssen (mit 16 Euro das günstigste Gericht auf der Fischkarte) sowie Wiener Schnitzel mit Kartoffel-Gurken-Salat (19,50). Kaum haben wir den Gruß aus der Küche verspeist – lauwarmer Linsensalat –, bekommen wir auch schon die Pasta mit einer cremigen, fein abgeschmeckten Sauce und glasig gebratenen Thunfischwürfeln sowie einen Turm aus zarten Kalbschnitzelchen. Fein.

 

Fazit: Um sich auf eine Partynacht im Crash einzustimmen, ist die Skajo-Dachterrasse der falsche Ort – das Publikum erinnert eher an die andere Freiburger Bar mit Höhenluft am Hauptbahnhof. Wer es jedoch edel mag und etwas Kleingeld locker hat, bekommt hier feines Essen und Cocktails, die es in der Stadt nicht an jeder Ecke gibt.

 

Text & Fotos: Tanja Bruckert