Die einen sprechen von Wahnsinn, die anderen von Wunder. „Vollkommen überwältigt“ sind aber alle: Die beiden Freiburger Globetrotter Gwen Weisser und Patrick Allgaier vom unerwarteten Erfolg von „WEIT“, der selbst gedrehten Dokumentation ihrer außergewöhnlichen Reise. Und die beiden Kinobetreiber Ludwig Ammann und Michael Isele von der Anzahl den Besucher, die der Film seit sieben Wochen in den größten Saal des Friedrichsbaus lockt. Dreimal täglich.

 

 

Bevor das Paar mit seinem filmischen Reise­tagebuch zur Kinotour durch Deutschland startete, sollte es natürlich in Freiburg zu sehen sein – hier begann und endete schließlich ihre Weltumrundung, die eine Welt­erkundung wurde – per Autostopp, Zug und Schiff, ohne Flugzeug und Kreditkarte, mit Rucksack, Zelt, Kamera und unzähligen Abenteuern, Begegnungen und neuen Freundschaften. Und irgendwann sogar mit ihrem neugeborenen Sohn.

 

Vorgesehen waren vier Premierenveranstaltungen Ende März. Da diese im Handumdrehen ausverkauft, die Nachfragen nach weiteren Vorführungen zahlreich waren, wurde schnell und unbürokratisch umprogrammiert und aufgestockt. Seither strömen die Besucher – und bescherten dem Kino einen Hausrekord: Schon in der fünften Spielzeit-Woche wurde eines Sonntagabends im April der zehntausendste Besucher gezählt. Und da es eine Besucherin war, gab’s auch einen Pikkolo. Und Ludwig Ammanns herzliches Dankeschön an die Reisefilmemacher für diese Glücksmomente, die es „nur einmal im Leben eines Kinos“ gibt. Und wohl nur in Freiburg: Inzwischen haben hier schon 15.000 Leute den Film gesehen; bis Ende Mai rechnet Ammann gar mit 20.000 Zuschauern.

 

Text: Erika Weisser / Foto: © Patrick Allgeier, Gwendolin Weisser