Von einer Jobkrise in Deutschland kann keine Rede sein: Die Arbeitslosenzahlen waren Ende Oktober so niedrig wie zuletzt vor drei Jahren. Wie sich das anfühlt? Wer Auto fährt, weiß das, denn die Spritpreise in Deutschland befinden sich zeitgleich ebenfalls in einem Drei-Jahres-Tief.

Jede Menge Arbeit: Die Baustelle am Bertoldsbrunnen in Freiburg ist nun fast fertig.

 

Durch einen heftigen Herbstaufschwung sank die Zahl der Arbeitslosen Ende Oktober bundesweit auf 2,733 Millionen. So wenige – oder viele – hatten zuletzt im November 2011 keine Arbeit. Der Chef der deutschen Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, glaubt, dass die Zahlen im kommenden Jahr weiter rückläufig sein werden (im Schnitt um 20.000), weil das Wachstum größer sein werde als in diesem Jahr. Im Bereich der Freiburger Agentur für Arbeit (Stadt Freiburg, Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen) sank die Arbeitslosenquote im Oktober auf 13.642 Männer und Frauen oder 4,0 Prozent (- 0,3 Punkte). Knapp 1000 weniger als im September. Die Jugendarbeitslosigkeit sank um 0,9 Punkte auf jetzt 2,0 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt der Wirtschaftsregion Freiburg ist weiter sehr stabil. Allerdings ist der starke Rückgang an Arbeitslosen im Oktober auch auf das späte Ende der Sommerferien und die dadurch verzögerte Herbstbelebung zurückzuführen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Christian Ramm. Für eine weitere Entlastung habe der Beginn des Wintersemesters gesorgt. Aktuell sind in Freiburg 6602 Menschen ohne Arbeit (5,8 Prozent), im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald 4396 (3,2 Prozent) und im Landkreis Emmendingen 2644 (2,9 Prozent).

Text: bib/bar / Foto: ns