…Uhr morgens. Sollte ein Krimiautor eine Uhrzeit für einen Einbruch und eine rasante Verfolgungsjagd festlegen, so wäre es sicher eine der dunkelsten Nachtstunden – etwa vier Uhr morgens. Als Tatort wird sich besagter Autor wohl etwas Geheimnisvolles ausdenken – wie das Hexental. Und das Fluchtauto ist – wenn sich der Krimiautor gerne an Klischees bedient – natürlich ein dunkler Van.

 

Da sieht man es mal wieder – das Leben schreibt die besten Geschichten: Heute Morgen, gegen vier Uhr, wird in ein Einfamilienhaus in Sölden eingebrochen. Der Hausbesitzer schrickt aus dem Schlaf auf und kann gerade noch erkennen, wie ein Mann in einem dunklen Van flüchtet.

 

Kurze Zeit später an der Ecke Merzhauser Straße / Basler Straße: Eine Polizeistreife des Polizeireviers Freiburg-Süd hält einen dunklen Renault an und will die vier Männer in dem Wagen einer Personenkontrolle unterziehen. Doch noch während der Kontrolle setzen die verdächtigen Männer zu einer spektakulären Flucht an.

 

Das Auto rast bei rot über die Kreuzung und biegt auf der Gegenfahrbahn in die Basler Straße ein. Plötzlich bremst das Fluchtauto abrupt, die vier Männer springen heraus und rennen in unterschiedliche Richtungen davon. Der Polizeistreife gelingt es einen der Männer – einen 22-Jährigen aus Rumänien – festzunehmen, die anderen drei können flüchten. Im Fluchtauto finden die Polizisten einen Teil der Sammelmünzen, die beim Einbruch gestohlen wurden.

 

In einem Kriminalroman würden die anderen Täter und die restliche Beute natürlich noch gefunden, im wirklichen Leben heißt es jedoch leider – abwarten.