…neue Wohnungen pro Jahr braucht Freiburg, um eine Mietpreisexplosion zu verhindern. Grund ist die stärker als bislang vorausgesagt wachsende Bevölkerungszahl.

 

Laut aktuellen Bevölkerungsrechnungen wird es in den nächsten Jahren einen Zuwachs von 7,6 Prozent geben, sodass Freiburgs Bevölkerung bis 2030 auf 229.205 Personen anwächst. Zum einen sollen bis 2020 mehr Menschen nach Freiburg ziehen als abwandern, zum anderen werden mehr Geburten als Sterbefälle erwartet.

 

Zudem schrumpft die durchschnittliche Haushaltsgröße bereits seit Jahren kontinuierlich: Während sie 1995 noch bei 1,9 Personen lag, lebten 2011 im Schnitt 1,84 Personen in einem Haushalt und für 2030 wird eine Durchschnittsgröße von 1,78 erwartet.

 

Da der momentan gültige Flächennutzungsplan 2020 auf Bevölkerungszahlen von 2005 fußt, ist bereits heute abzusehen, dass mehr Flächen benötigt werden, als bislang angenommen. Daher hat die Verwaltung dem Gemeinderat nun eine Grundsatzschrift unter dem Titel „Kommunales Handlungsprogramm Wohnen in Freiburg“ vorgelegt.

 

Darin schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat etwa die Entwicklung eines neuen Stadtteils im Gebiet nördlich des Rieselfeldes, in der sogenannten Dietenbachniederung, vor. „Wenn wir jetzt damit anfangen und schnell sind, könnte ein neuer Stadtteil Dietenbach ab 2020 baureif sein.“, erläutert Baubürgermeister Martin Haag.

 

Die Entscheidung darüber, wo Freiburgs neuer Stadtteil entsteht, ist jedoch noch nicht gefällt: „Um eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme durchführen zu können, müssen wir alle in Frage kommenden Alternativen untersuchen. Auch wenn wir momentan eher in Dietenbach einen neuen Stadtteil für Freiburg sehen“, erklärt Haag.