Ab heute rollen Freiburger Straßenbahnen bis zur neuen Endhaltestelle an der Gemarkungsgrenze zu Gundelfingen. Damit endet ein Stück Freiburger
Stadtplanungs- und Baugeschichte, das sich über einen Zeitraum von fast 35 Jahren erstreckte und annähernd 30 Millionen Euro gekostet hat. An dieser Stelle können chilli-Leser noch einmal nachvollziehen, wie es dazu kam, dass die Bahn jetzt auf dem um 1,8 Kilometer verlängerten Gleis ist.

VAG1

 

1979 – Erste Erwähnung: Die Bauabschnitte 4 und 5 des Projektes „Norderschließung“ tauchen erstmals im Generalverkehrsplan der Stadt auf.
1989 – Konkretisierung der Planungen: Der Startschuss zur „Stadtbahn Norderschließung“ erfolgt mit der Verabschiedung der neuen Gesamtverkehrskonzeption durch den Gemeinderat.
1997 – Erster geplanter Baubeginn: Das integrierte regionale Nahverkehrskonzept „Breisgau-S-Bahn 2005“ enthält die „Stadtbahn in die nördlichen Stadtteile“ mit der Baustufe „Verlängerung Zähringen“ für 2004.
2000 – Ein Schritt zurück: Der Gemeinderat setzt die Linie 5 auf der Prioritätenliste an Position vier – hinter die Vorhaben in Haslach, Littenweiler und in der Habsburger Straße.
2003 – Ein Schritt nach vorne: Stadtverwaltung und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg werden sich über die Finanzierung der Planung einig. Neuer geplanter Baubeginn: 2009. Der ZRF beteiligt sich mit 86 Millionen Euro am Ausbau des Freiburger Gleisnetzes (auch andere Strecken enthalten).
2004 – Und wieder ein großer Schritt zurück: Die Bundesregierung kürzt sogenannte „Regionalisierungsmittel“ und die Förderung des ÖPNV. Der geplante Baubeginn wird von 2009 auf „später“ verschoben.
2005 – Weichenstellung I: Beschluss zur Teilnahme der Stadt Freiburg am EU Projekt „GenderAlp!“ EU-Gelder fördern dabei Projekte, die unter besonderer Bürgerbeteiligung entstehen.

 

Mai 2010 – Weichenstellung II: Der GVFG-Antrag (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) wird eingereicht.
Juli 2011 – Es kann losgehen: Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur sendet den Zuwendungsbescheid.
26. Juli 2011 – Spatenstich: Die Bagger rollen an.
15. März 2014 – Inbetriebnahme: Freiburgs nördlichster Rand ist jetzt mit der Bahn erreichbar.

 

VAG3