Aus. Vorbei. Schlusspfiff. Pitito final. Die Liga ist seit Sonntag Geschichte. An vieles wird man sich gerne erinnern. Nicht so sehr an die Langeweile im Titelkampf. Dass der notorisch Drittplatzierte, der FC Valencia, diese schon 30 Punkte Rückstand auf den Zweiten hatte, minderte den Spaßfaktor für die anderen Clubs und die Spannung für uns Fans.  Freuen wir uns lieber an den Rekorden und Überraschungen. 100 Punkte und 121 Tore von Meister Real Madrid sind eine Hausnummer in Europa – zumal die Primera División wirklich nicht die schlechteste Liga ist und die Gegner nicht unbedingt Kanonenfutter. Real ist verdienter Meister. Das Spiel war zwar nicht immer so elegant wie das des ewigen Konkurrenten Barça, aber es war effektiver, tödlicher, zielgerichteter. Der beste Mann bei den Königlichen? Keine Frage, nicht Ronaldo, sondern Özil, der 2010 ein Sechstel der Ablösesumme des Portugiesen gekostet hat.

 

Und noch ein Rekord! Wer, wenn nicht Messi, schafft 50 Ligatore?! Unglaublich! Dass der kleine Argentinier allein sechs davon dem FC Málaga eingeschenkt hat, sei ihm verziehen – wir als Malaga-Fans sind ja trotzdem in die Champions-League eingezogen. Die ganze Stadt ein blau-weißes Fußballmärchen.  Womit wir bei der nächsten Überraschung dieser Saison wären: Im Finale der Königsklasse an diesem Samstag in München steht wider Erwarten KEIN Club aus Spanien. Weder die Zauberzwerge vom Titelverteidiger Barcelona noch Real . Beide verstolperten sich kurz vor der Ziellinie.  Anders die Europa-League. Hier waren die Spanier mal wieder unter sich. Die Entdeckung der Saison? Radamel Falcao vom Finalsieger Atlético. Lange, vielleicht seit Hugo Sánchez bei Real Madrid, hat man keinen Stürmer mehr gesehen, der so eiskalt vor dem Tor ist.  Und nun? Pause bis Ende August. Dann gilt wieder: Eine neue Liga ist wie ein neues Leben. Oder eine Wundertüte. Welche Rekorde purzeln dieses Mal? Vielleicht wird jemand Neues Meister? Málaga? Genau. A por ello!

 

Dominik Bloedner