Messi liegt vor Ronaldo, an diesem Wochenende hat sich der kleine Argentinier aus Barcelona vom Portugiesen aus Madrid abgesetzt. Nach zwölf Spieltagen lautet die Bilanz: 17 zu 12 Saisontore. Ist damit das Rennen um die Wahl zum Weltfußballer zwischen den ewigen Rivalen schon wieder entschieden? Unterschiedlicher könnten zwei Ausnahmefußballer nicht sein: Klein, quirlig, mannschaftsdienlich und bescheiden der eine; egozentrisch, groß und großmäulig der andere. Doch beide verbindet mehr als sie trennt.

 

Nämlich die Zahl 869. Ronaldo, der am 5. Februar 1985 auf Madeira das Licht der Welt erblickte, ist genau 869 Tage älter als Messi (24. 6. 1987 in Rosario). Und nun kommt’s: Messis erster Sohn Thiago wurde am 2. November geboren, er ist das erste Kind des Stars und seiner schönen Freundin mit dem schönen Namen Antonatella Roccuzzo. Auch Ronaldo ist schon Vater, da war mal was mit einer Kellnerin in Los Angeles. Der Kleine heißt Cristiano Ronaldo jr., wird ohne seine Mutter von Ronaldos Familie aufgepäppelt und kam im Juni 2010 zur Welt – genau 869 Tage vor Thiago Messi.

 

Was uns das sagen will? Nun, die Quersumme von 869 ist 23, eine heilige Primzahl und die Symbolzahl des Geheimbundes der Illuminaten. Die 23 steht für physische Unsterblichkeit, immerwährendes Leben, ewige Jugend und für das Geheimnis des Heiligen Grals. Verschwörungstheoretiker, bitte hier übernehmen!  Interessanter ist aber, ob die kleinen Racker ihren Väter folgen. Das muss nicht immer sein, Messis Vater war ja auch kein Kicker, sondern Fabrikarbeiter. Und Ronaldos alter Herr, der eine fragwürdige Vorliebe für Hollywood-Westernhelden hatte und seinen Sohn nach einem späteren US-Präsidenten benannte, war ein amtsbekannter Trunkenbold. Überhaupt gibt es wenig geglückte Vater-Sohn-Erfolge auf diesem hohen Niveau, allenfalls die Maldinis in Italien. Und dass Stefan Beckenbauer einmal die Kickstiefel schnürte, gilt als eines der größten Missverständnisse der Fußballgeschichte.

 

Dominik Bloedner