Diese Wahl ist fast genauso wichtig wie die Meisterschaft. Es geht um Prestige, es geht darum, wer den Besten der Guten in seinen Reihen hat. Der FC Barcelona oder Real Madrid. Aber wir reden hier nicht von besten Kicker der Primera División, sondern vom Weltbesten. Doch in der Vergangenheit war die Wahl zum Fußballer des Jahres, die seit 2010 „FIFA Ballon d’Or“ heißt, eine Angelegenheit, die die beiden ewigen Rivalen unter sich ausgemacht haben. Seit 1991 wird die Auszeichnung vergeben, 13 Mal davon ging er an einen Spieler der beiden Vereine, zuletzt drei Mal in Folge an den Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona.

 

 

Am Montag nun sind die 23 Kandidaten benannt worden, davon kommen drei in die engere Auswahl, der Sieger wird am 7. Januar gekürt. Geht die Langeweile auf höchstem Niveau in die nächste Runde? Wird es wieder Messi? Zieht „CR7“ wieder einen Flunsch? Obwohl Madrids Trainer Mourinho immer wieder quengelt, sein Star sei besser als der aus Barcelona? Sicher ist, der Gewinner kommt erneut aus der Primera División. Von Barcelona sind mit Busquets, Iniesta, Piqué, Xavi und Messi fünf Profis nominiert, am stärksten vertreten ist Real Madrid mit sechs Kandidaten: Casillas, Ramos, Alonso, Benzema, Ronaldo und der Deutsche Mesut Özil. Und da ist noch die kolumbianische Tormaschine Falcao von Atlético Madrid, meines Erachtens der würdigste Nachfolger von Messi. Übrigens: Dieser hat erst dank seiner 50 Pflichtspielkisten den „Goldenen Schuh“ als bester europäischer Torschütze in der Saison 2011/2012 bekommen.

 

Oder wird es doch ein anderer? Drogba von unwürdigen Champions-League-Gewinner Chelsea? Der böse Teutonenschreck Balotelli? Der unfrisierte Brasilianer Neymar? Oder gar Torhüter Manuel Neuer vom ewigen Zweiten FC Bayern München? Alles eher unwahrscheinlich, alles nicht wirklich Weltbestleistung. Doch da die FIFA Weltmeisterschaften selbst in Wüstenstaaten wie Katar vergibt, ist auch hier alles möglich…

 

Dominik Bloedner