Klar: Wenn jemand am Boden liegt, sollte man noch zwei-, dreimal herzhaft zuschlagen und es dann dabei bewenden lassen. Aus diesem Grunde wurde die Verfolgung von Brüderle Rainers FDP und Schwesterle Angelas CDU unsererseits vorerst eingestellt. Was nicht heißen soll, dass in diesen Milieus kein permanenter musikalischer Fahndungsdruck bestehen muss, denken wir nur an das Traktat „Mit 17 hat man noch Träume“ (FDP).

 

Beschäftigen wir uns mit denen, die auf der prosperierenden Seite der Politik stehen und die glauben, im Schatten der solarzellenstimulierenden Sonne, die ihnen gerade aus dem Allerwertesten scheint, jede Untat ungestraft begehen zu können. So traten die Grünen im vergangenen Jahr in NRW mit einem eigenen „Wahlkampfsong“ an:

„Manchmal wirst du dich fragen,
wer hat hier was zu sagen,
wer hat all die starken Thesen
vorgelesen?“


So weit die Strophe. Und der Refrain:

„Egal was auch geschieht,
du machst den Unterschied“


Ja, das macht lyrisch einen großen Unterschied – zu manchem – aber leider keinen Unterschied zu:
„Wähl auch du, CDU“.
Der Refrain wird zwar im Weiteren abgewandelt,

„Du bist der Kraftantrieb
du machst den Unterschied“


bleibt aber auch strafbar.

Aus Düsseldorf kam schon Besseres,
Ihre Geschmackspolizei

Titel: Der Unterschied
Urheber: Half a Running Ghost
Jahr: 2012