Es ist an der Zeit, ja geradezu unausweichlich, sich an dieser Stelle geschmackspolizeilich mit dem FC Bayern München zu beschäftigen. Gemäß Paragraph 0815 der Geschmackspolizeiverordung ist der FC Bayern – und damit die dort agierenden Hauptverantwortlichen – pauschal immer unter Generalverdacht und nie wirklich unschuldig.

Wenn´s um Bayern München geht, lautet der Rechtsgrundsatz eben „in dubio contra reo“. Das klingt jetzt natürlich erst einmal sehr hart und überzogen, ist es aber in keiner Weise. Das kickende Personal ist momentan ja über jeden fußballerischen Zweifel erhaben, mit Wurst-Uli beschäftigen sich gerade sehr intensiv die Kollegen von der Steuerfahndung (in diesem Zusammenhang hat er aber auch gesungen), wenden wir uns also anderen Protagonisten dieses Vereins zu. Franz B., Paul B., Gerd M., Matthias S., sie alle haben mehr auf dem Kerbholz, als drauf passt.

sauntdrek

 

„Gute Freunde kann niemand trennen“, sang der Franz vor Jahren mit einem Stimmvermögen unter Normalnull, Paule Breitner, der alte Salon-Maoist, agierte im deutschen Kartoffel-Western Potato Fritz dereinst nicht gesanglich, aber dafür schauspielerisch geradezu antiproportional zu seinem fußballerischen Talent. Gerd Müller, unser aller Bomber, versuchte sich mit Liedern wie „Dann macht es bumm“ in die Hitparade zu bomben, was im letzten Moment durch beherztes Eingreifen von Alkohol verhindert werden konnte. Und leider nicht zu vergessen Matthias „Motzki“ Sammer, der aus seinen verbrecherischen Vorlieben für deutschen Schlager und im Speziellen für Ein-bisschen-Frieden-Nicole nie einen Hehl gemacht hat: An seinem 30. Geburtstag schlüpfte sie aus einer Torte und sang ihm ein Ständchen.

Die Vereinshymne des FCB, „Stern des Südens“, ist per se schon ein Affront gegen die guten Sitten, und wenn´s da heißt „FC Bayern, Stern des Südens, du wirst niemals untergehen, wir werden in guten wie in schlechten Zeiten immer zueinander stehn“, dann kann vermutlich nur noch der Kampfstern Geschmacktica helfen, um den selbsternannten Stern des Südens vom Himmel in die Geschmackshölle zu holen!

Intergalaktische Grüße
Ihre Geschmackspolizei