Es gibt Musik und was für welche! Wer hat das nicht so oft schon schmerzlich erfahren müssen, wie die Geschmackspolizei. Es gibt aber auch Musik, die es noch nicht gibt, die sogenannte Zukunftsmusik. Denn auch die Musik hat eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft. Das aktuelle Album von Unheilig zum Beispiel ist leider schon geschehen, ein neues soll und darf es nicht geben, dies gilt es zu verhindern, es muss Zukunftsmusik bleiben.

Geschmackspolizei

 

Dieser „Künstler“ gibt zwar vor, ein Einsehen zu haben und keine weiteren Alben mehr zu veröffentlichen, aber kann man Subjekten mit derart hoher krimineller Energie Glauben schenken?

 

Nein, man darf ihnen gar nichts schenken. Aus dieser Zukunftsmusik darf keine Gegenwartsmusik werden. Wir haben es in der Hand, unsere Kinder und Kindeskinder sollen einmal Besseres hören, es gilt jetzt, dafür zu sorgen, dass die Zukunftsmusik sich qualitativ und auch sozusagen vom Feeling her verbessert. Bei „Deutschland sucht den Superstar“ zum Beispiel, gerade dort wird über Zukunftsmusik entschieden.

 

Alle sind in der Pflicht, es geht um die Zukunftsmusik eines jeden, auch wenn es jetzt noch eine ist, die nach nichts klingt. Irgendwann ist es Gegenwartsmusik. Und dann sitze ich wieder am Schreibtisch und muss vor groben musikalischen Verfehlungen warnen – das Kind ist dann aber schon in den Brunnen gefallen. Helfen Sie uns und machen Sie sich nicht gemein mit denen, die uns heute schon mit ihrem „Oeuvre “ auf die Nerven gehen. Eine Zukunft darf es für solche Musik zukünftig nicht mehr geben.

 

Auch in Zukunft allgegenwärtig
Ralf Welteroth,
Geschmackspolizei Freiburg