Stilettos, Peeptoes und Co.

Sexy machen sie und einen schönen Gang – Brust raus, Bauch rein. Und passen auch dann, wenn die Hüften zu Beginn der Saison noch nicht wieder auf das gewünschte Bikinimaß geschrumpft sind: High Hehls!

 

Kein Wunder also, dass der Schuhtick bei uns Frauen schon fast genetisch programmiert ist und wir die Bemerkung unseres männlichen Shopping-Begleiters – „Schön, aber brauchst du die wirklich?“ – nur milde belächeln, weil „brauchen“ einfach keine relevante Frage ist, wenn wir uns gerade mal wieder im Schuhladen heftig verliebt haben.

 

Eine Studie des Einlegesohlenherstellers Bama hat kürzlich das Verhältnis von Frauen zu Schuhen näher beleuchtet und durchaus Widersprüchliches herausgefunden: Nicht nur hoch sollen sie sein, die Heels, sondern auch komfortabel. Rund 80 Prozent der Frauen würden häufiger Absätze tragen, wenn diese bequemer wären.

Aha! Sehr schön! Aber auch wenn dieses Ergebnis im Sinne des Studienauftraggebers ist, es ist Unsinn: Entweder hoch oder bequem, das sagt zumindest meine Erfahrung. Da helfen auch keine Ballenkissen.

 

Weiter sind da unsere Geschlechtsgenossinnen in Hollywood, die ja bekanntlich ohne High Heels nicht mal zum Briefkasten gehen. Dort boomen derzeit, meldet die New York Times, Botox-Injektionen in die Fußballen gegen den Druck. Richtig hip sind auch Fuß-OPs, genannt Cinderella, weil sich das nun mal besser anhört als Hallux-Valgus-Korrektur. Und alles, damit die Damen in ihre Salvatore Ferragamos reinpassen.

 

Frauen brauchen Schuhe, um ihr Selbstbewusstsein auszudrücken, erläutert der dortige Fußorthopäde den Boom. Und auch wenn ich von einem derart drastischen Eingriff weit entfernt bin, den Satz nehme ich garantiert auf in meine Argumentation. Für den nächsten spontanen Verliebtheitsanfall.

 

Text: Fritzi Berlin