Neulich auf einem Truppenübungsplatz unserer Wehrsportgruppe Ursula. Die Heckrampe eines Transporthubschraubers NH90, der 10 Jahre nach Bestellung dann doch noch geliefert wurde, ächzt und krächzt und droht abzubrechen, weil ein darauf stehender Soldat mit seinem ganzen Gepäck am gestählten Körper zu schwer ist. Ein Witz? Leider nein.

 

Die Geräte unserer Verteidiger sind untauglich. Die Kampfjets fliegen nicht, die U-Boote können nicht tauchen und die Panzer nicht schießen. Wenn unsere Kampfdrohne von der Leyen ihre Soldaten losschicken wollte, es wäre schlicht nicht möglich. „Stell Dir vor es ist Krieg, und es geht nicht!“

 

 

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Was ist da los? Sind die Friedensbewegten der 70er Jahre auf ihrem langen Marsch durch die Institutionen in den Kommandozentralen der Rüstungsindustrie angekommen und sabotieren dort jetzt munter vor sich hin? Frieden schaffen mit maroden Waffen? Und wechselt vielleicht Dirk Niebel deshalb jetzt zu Rheinmetall, um die Verschwörer aufzuspüren? Unser Heer taugt nur zu unbewaffneten Einsätzen – wie für den eventuellen neuen Russlandfeldzug, wo wir in der Ost-Ukraine den Waffenstillstand beobachten sollen. Ein paar Feldstecher sollen doch noch funktionieren. Ist der unbrauchbare Zustand unserer Kriegswerkzeuge der wahre Grund, dass wir uns an den Bombardierungen des IS nicht beteiligen? Und auch der Grund, dass Flinten-Uschi angekündigt hat, Anschaffungen von Panzer, Flieger, Hubschrauber, U-Boote und Handfeuerwaffen aus deutscher Produktion seien verzichtbar? Erklärt Uschi der eigenen Rüstungsindustrie den Krieg? Und wenn sie ihn erklärt, verstehen die ihn dann auch? Sollen wir das Kriegsgerät in China kaufen? Oder noch besser in Nordkorea?

 

 

Deutschland ist der drittgrößte Waffenproduzent der Welt. Wo sind die Geräte? Ach so – die sind für den Export. Na, dann geht es uns wie dem Kaffeeexportland Mexiko, wo man in den Straßencafés von Guadalajara auch keinen guten Kaffee bekommt, weil der ja exportiert wurde.

 

 

Aber zum Glück sind wir ja keine Bananenrepublik. Wir exportieren nur seltene Tiere, die in Krisengebieten angesiedelt und für ein ökologisches pazifistisches Gleichgewicht sorgen sollen: Marder, Tiger, Füchse und Leoparden. Die sind offensichtlich dann auch einsatzfähig. Vorschlag an unsere „Leyen-Truppe“: Wenn die dort nicht mehr gebraucht werden, können wir sie ja eventuell zurückkaufen. Dann schlagen wir aber los: Frieden schaffen mit gebrauchten Waffen!

 

 

Eine scharfgemachte Chilli für unsere Ausrüster.

 

 

Herzlichst Volkmar Staub