Ich wage zu behaupten, alle weiblichen Leser kennen das: Frau erlebt, sieht oder hört untertags etwas Nettes, Lustiges, Wunderliches oder Ärgerliches. Und weil sie das gerne mit ihrem Liebsten teilen möchte, schickt sie schnell eine SMS, auch um ihm – im Subtext – mitzuteilen, dass sie an ihn denkt. Die Reaktion? Null! Keine! Nada! Schweigen im Walde! Okay, vielleicht eine knappe Antwort Stunden oder Tage später. Ohne Subtext.

 

Das Problem: Uns reicht schon die nicht vorhandene Reaktion, um uns den vermeintlichen Subtext schön oder unschön selbst zusammenzureimen: Hat er kein Interesse? Habe ich etwas falsch gemacht oder sah nicht gut genug aus beim letzten Mal? Und: Hat er nicht mit dieser langbeinigen Blondine am Nachbartisch…?

 

Aber Ladies, hier kommt sie: die entspannendste Nachricht des Jahres! Er schreibt nie zurück? Toll! Alles in Butter! Denn zwei Paarforscher der Brigham Young University im US-Bundesstaat Utah haben kürzlich die Bedeutung von SMS-Nachrichten in Beziehungen untersucht. Das Ergebnis: Die Geschlechter versenden Kurznachrichten mit unterschiedlicher Intensität und Intention. Während frau mehr Text produziert, um Kontakt zu halten und so ihre Zufriedenheit mit der Beziehung ausdrückt, ist es beim Mann genau umgekehrt. Je mehr Textnachrichten er versendet, desto mehr geht er auf Abstand, desto geringer ist seine „romantische Zufriedenheit“ in der Beziehung. Er ist romantisch zufrieden, wenn er nicht textet. Dieses Ergebnis wird ihn freuen.

 

Bevor wir jetzt aber anfangen, uns neue Sorgen zu machen, wenn er doch mal von selbst simst oder zeitnah antwortet, könnten wir Ladies es ja selber mal mit Schweigen und Genießen versuchen. Oder ist das zu viel verlangt?