Es hätte nicht viel gefehlt, da würde Hoeneß auch heute noch als geachteter Fußballboss, berühmter Elfmeterverschießer, Sozialtycoon und erfolgreicher Würstchenverkäufer – und nicht als selbstangezeigter Steuerverbrecher gelten. Schäuble hatte das Steuerabkommen mit der Schweiz (Steuerhinterziehung – „wär hetts erfunde“?) doch schon so schön eingefädelt, da wurde es doch noch durch die Opposition im Bundesrat gekippt.

Das hätte den Zockern und Betrügern so gepasst: Jetzt, nachdem es CDs gibt, die mehr Angst und Schrecken verbreiten als eine CD von Heino oder Marylin Manson, einfach anonym ein paar Prozente bezahlen, sich damit freikaufen und weiterhin mit sauberer Weste und einem befreiten Lächeln in den VIP-Lounges der Eliten herumlungern.

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Zum Glück sind wir von diesem Abkommen abgekommen, damit diejenigen, die in ihrer Verkommenheit mit ihrem Einkommen am Finanzamt vorbeikommen wollten, damit vom rechten Weg abgekommen sind, jetzt nicht darum herumkommen, in den Knast zu kommen und so schnell nicht wieder rauszukommen. Und damit das bekommen, was sie verdient haben, weil sie das, was sie verdient haben, eben nicht versteuern wollten.

Das Steueraufkommen wird durch das Scheitern des Abkommens steigen. Und so muss es nicht dazu kommen, dass die Unteren mit erhöhten Steuern in die Miesen kommen, nur damit der Staat für seine Aufgaben genug Einkommen bekommt, weil die Betrüger ja jetzt nicht mehr darum herumkommen, ihr Einkommen dem Fiskus zu melden und ihm dadurch mehr Einkommen zukommen zu lassen. Ich hoffe, das ist…äh, ja…Kommen sense.

Willkommen Ihr Steuermilliarden durch zurückfließende Schwarzgelder der heruntergekommenen und niederträchtigen Oberen. Die klagende Musikindustrie hat sich geirrt: Mit CDs kann man doch ganz schön Kohle machen! Aber bei diesen CDs geht es ja auch nicht ums Herunterladen. Da heißt es: Vorladen!

Eine scharfe Schote an alle zitternden Steuermoral-Abkömmlinge. Mit – sorry – ja, sozialneiderischem und hämischem Gruß,

Volkmar Staub

Foto: privat