Die SG Köndringen-Teningen hat gestern Abend gegen die MadDogs aus Neuhausen-Fildern einen enorm wichtigen 31:25-Erfolg gefeiert. Damit sicherte die Mannschaft um Coach Andersen Rang elf in der dritten Bundesliga. Für chilli-online.de waren Lars Bargmann und Fotograf Neithard Schleier dabei.

 

Überschattet wurde die Partie von der schwereren Verletzung des jungen Lukas Bing, der vom Notarzt minutenlang neben dem Spielfeldrand behandelt wurde. Zur Diagnose wollte der Medizininer keine Anganben machen. Vermutlich hatte sich Bing die Schulter ausgekugelt. Entscheidend für den Sieg war die bessere Defensivleistung nach der Pause. Die Partie in Bildern.

 

 

 

Die Partie startete vor knapp 500 Zuschauern rasant, Steffen Zank und Markus Wenning brauchten keine 80 Sekunden, um ihre Farben mit 2:0 nach vorne zu bringen. Allerdings zeigten sich die Gäste unbeeindruckt, machten vielmehr selber mehr Druck und so wog das Spiel vor der Pause ständig hin und her.

 

Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst nichts am Gleichgewicht der Kräfte: Wenn hüben Danny Trodler, Gerald Sandu oder Martin Hirling sich durchsetzten, trafen drüben Simon Wolhrabe oder Timo Durst. 20:20 hieß es folgerichtig nach 44 Minuten. Kurz vor diesem Ausgleich hatte sich Bing verletzt. Die Partie war unterbrochen, wurde aber vom Gespann Ganter/Burger wieder freigegeben, lange bevor die Rettungssanitäter und der Notarzt eintrafen.

 

Die machten übrigens später kurzen Prozess und liefen mit der Trage ungebremst mitten aufs Spielfeld, ohne diesen verstehbaren Wunsch bei den Referees anzumelden, damit das Spiel unterbrochen werden konnte. Wenn in diesem Moment ein Konter gelaufen worden wäre, hätte womöglich eine Trage gar nicht mehr ausgereicht.

 

Direkt nach dem Ausfall von Bing die entscheidende Phase: Die Andersen-Sieben präsentierte sich psychisch stabil, Markus Wenning, der zuvor eine Reihe hochkarätiger Chancen ausgelassen hatte, traf; Martin Hirling tankte sich durch die gegnerischen Reihen, Trodler traf erst vom Punkt und dann aus neun Metern ins Dreieck – das 24:20 war die Vorentscheidung.

 

Sehenswert hernach das 28:23, als Daniel Warmuth seinen Kreisläufer Wenning aus 13 Metern mit einem No-look-Pass in Szene setzte, sehenswert auch, wie der starke SG-Schlussmann Philipp Grangé darauf reagierte, dass Neuhausen in der Schlussphase einen siebten Feldspieler brachte: Er schnappte sich das Leder und traf vom eigenen Kreis ins verwaiste Neuhausener Gehäuse.

 

„Das war ein sehr unangenehmer Gegner, beim 20:20 hatte ich ein ganz mulmiges Gefühl“, war Andersen erleichtert. Gerade für Bing hatte er – wie für seinen Keeper Grangé – ein Sonderlob parat: „Wir haben vorher Timo Durst nicht gut in den Griff gekriegt, Lukas hat das dann gut gemacht.“ Insgesamt aber waren nicht nur ihm die vielen kleinen Fehler ein Dorn im Auge.

 

Tore für die SG: Grangé 1, Ehrler 1, Wenning 4, Trodler 9/5, Hirling 7, Warmuth 2, Rascher 1, Zank 3, Sandu 3.