Trotz des äußerst knappen Angebots hat die Immobiliengesellschaft der Sparkasse Freiburg im vergangenen Jahr erneut ein gutes Ergebnis erzielt. Geschäftsführer Thomas Schmidt und sein Team vermittelten rund 230 Immobilien mit einem Wert von knapp über 50 Millionen Euro. „Das ist sehr erfreulich, weil wir ja seit Jahren mit einem immer knapper werdenden Angebot zu kämpfen haben“, sagt Schmidt. Er kann sich noch an Zeiten erinnern, da die S-Immo mehr als 400 Angebote im Portfolio hatte, aktuell sind es keine 100. Zu sehen auf der völlig neu gestalteten Internetseite www.s-immobilien-freiburg.de.

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Bei den Käufern haben sich Eigennutzer und Kapitalanleger im vergangenen Jahr etwa die Waage gehalten. Anleger kaufen bevorzugt kleine Wohnungen, Eigennutzer größere. Ein Trend des abgelaufenen Geschäftsjahrs: „Es gibt eine spürbare Zurückhaltung bei Wohnungen im Luxussegment.“ Auch wenn in Freiburg hin und wieder mal über 7000 Euro für den Quadratmeter gezahlt werden, eine Blasenbildung wie vor der unheilvollen Subprime-Krise in den Staaten sieht Schmidt im Breisgau nicht: „Es gibt vielleicht überhitzte Segmente im Markt und sicher ein großes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, aber auch eine große Wertstabilität, solvente Investoren und Eigennutzer, nahezu keine Spekulanten und das strengste Kreditrisikomanagement der Welt. Das unterscheidet unseren Markt eindeutig von dem in Amerika.“ Schmidt zieht einen Bericht der Immobilien Zeitung aus der Tasche. An der Müllerstraße in München oder in der Hafencity in Hamburg werden Quadratmeterpreise bis 25.000 Euro aufgerufen, in Kampen auf Sylt bis 35.000 – alles Kleinkram aber noch gegen die Côte d’Azur, wo Ende 2014 mal 200.000 Euro für einen Quadratmeter in einer Villa gezahlt wurden oder im Hongkonger Neubauprojekt Twelve Peaks, wo die Stellfläche für einen großen Kühlschrank 190.000 Euro kostet.

 

Wie sich die Preise in Freiburg gegenüber dem Vorjahr entwickelt haben, das wird Ende März der städtische Gutachterausschuss berichten. Schmidt glaubt allenfalls an eine moderate Erhöhung um drei bis fünf Prozent. Das große Ungleichgewicht speist sich nach wie vor aus den niedrigen Zinsen, die viele Mieter ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen lassen, den fehlenden Anlagealternativen für Immobilienbesitzer und natürlich auch der viel zu geringen Zahl an Baugenehmigungen, vor allem in Freiburg.

Hier gibt es die ersten Wohnungen im Vorzeigegebiet Güterbahnhof. Die S-Immo vertreibt sie.

 

Glücklich da der Makler, der neue Projekte anzubieten hat: Und ein solches hat die S-Immo: Auf der Immo-Messe Ende Februar wird Schmidt mit dem Vertrieb eines auch architektonisch anspruchsvollen Neubauvorhabens auf dem Güterbahnhof starten. 74 Wohnungen (mit zwei bis vier Zimmern) hat Schmidt im Angebot, zu Preisen, die vermutlich bei knapp über 4000 Euro liegen werden. Spatenstich könnte Ende Juni, Mitte Juli sein. Ein gutes Projekt für die S-Immobilien, die übrigens in diesem Jahr auch ihr 40-jähriges Bestehen feiern kann. Damit ist der größte Makler in der Region auch einer der ältesten. Und das sagt bekanntlich immer auch etwas über die Qualität der Arbeit aus.

 

Text: Lars Bartmann / Visualisierungen: Sacker Architekten