Im Juni 1995 gründeten die beiden Diplom-Ingenieure Markus Keune und Stefan Schäfer die Dürrschnabel Industriebau GmbH mit Sitz in Emmendingen. Und deswegen kann die heute neunköpfige Mannschaft in diesem Jahr ihr 20-Jähriges feiern. „Es wird eine Party mit Kunden und Lieferanten geben, nicht stocksteif, sondern mit allem, was dazugehört“, sagt Keune. Im normalen Geschäftsbetrieb gehört beim Generalunternehmer termingerechtes, schlüsselfertiges Bauen mit Festpreis dazu.

 

Seit der Gründung hat das Unternehmen mehr als 270 Projekte mit einem Umsatz von rund 250 Millionen Euro realisiert – in allen Bereichen: seien es große Lager- und Logistikhallen, Werkstattgebäude, Büroimmobilien, Wohn- und Lofthäuser, gemischt genutzte Gebäude. In Merzhausen etwa hat die Dürrschnabel gerade das Lofthaus am Ortseingang fertiggestellt, insgesamt wurden in der Gemeinde an zwei Standorten 60 Wohnungen und rund 1000 Quadratmeter Gewerbe gebaut.

Dürrschnabel mit besonderen Baustellen.

 

Aktuell bauen die Emmendinger in Umkirch ein Logistikzentrum (2200 Quadratmeter), in Ettlingen und Buggingen neue Betriebsgebäude (mit je 1000), in Sexau und Breisach (zusammen 750), in Rust ein 700 Quadratmeter großes Wohn-und Geschäftshaus, in Villingen ein 500 Quadratmeter großes Betriebsgebäude, in Bühl ein Bürogebäude (700), ein Wohngeschäftshaus mit gut 900 Quadratmetern, auch in der Schweiz (wo es wegen der Abkopplung vom Euro aktuell besondere Managementaufgaben gibt) oder in der Wiehre, wo die Emmendinger ein 1500 Quadratmeter großes Wohn- und Geschäftshaus direkt am Lorettobad bauen. „Das ist auch für uns eine diffizile Baustelle. Wir bauen bei laufendem Badbetrieb, bauen direkt an denkmalgeschützte Gebäude, bauen ein Satteldach aus Beton, setzen eine sehr flächenoptimierte Planung um – und das alles auch noch direkt am Hölderlebach auf einem engen Grundstück“, erzählt Keune. Es sei wie Bauen mitten im Bestand in der Fußgängerzone. Und das bei einem anspruchsvollen Zeitplan.

 

Zu den besonderen Herausforderungen zählte etwa auch das Glashaus direkt am Fluss in Weil am Rhein, wo 1,8 Kilometer Löcher in den Beton der alten Färberei Schetty gebohrt werden mussten, um den Umbau erdbebensicher zu machen. Oder das markante Bürogebäude für die Steuerberaterkanzlei Reick und Partner in Emmendingen sowie ein Werkstattgebäude im Europapark Rust, wo Millimeterarbeit gefragt war.

 

Im vergangenen Jahr hat die Dürr-schnabel Industriebau mit privaten und mittelständischen Auftraggebern rund 17 Millionen Euro umgesetzt, die Auftragsbücher sind auch im laufenden Jahr prall gefüllt. Weswegen die Generalunternehmer schon im Mai noch einen Mann für die Planungsabteilung verpflichten werden. Und der kann wenig später gleich beim 20-Jährigen auch seinen Einstand feiern.

 

Text: chilli / Foto: Lars Bargmann