Nummer eins im nachhaltigen Bankgeschäft

Die GLS-Bank mit Stammsitz in Bochum und Filiale in Freiburg blickt auch heuer wieder auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück: Die Bilanzsumme knackte erstmals in der 40-jährigen Geschichte die Drei-Milliarden-Euro-Grenze (3,24), was einem Zuwachs von stolzen 19 Prozent entspricht. Die Kundeneinlagen wuchsen um gut 20 Prozent auf 2,82 Milliarden Euro, zudem zeichneten Anleger neue Genossenschaftsanteile in Höhe von 35,5 Millionen Euro.

GLS-Vorstandssprecher Thomas Jorberg:  Den Menschen in denMittelpunkt gerückt.

 

Das Eigenkapital wuchs auf 197 Millionen Euro an, die Zahl der Kunden um 23.000 auf 165.000 (vor sieben Jahren waren es noch 55.000), die der Mitglieder auf 32.400, die der Beschäftigten um 39 auf 450. Der Bilanzgewinn kletterte um 1,5 auf 4,23 Millionen Euro. Auch die Freiburger Filiale verzeichnet Zuwächse.

 

Zur GLS-Strategie, auf eine nachhaltige Finanzwirtschaft zu setzen, sagen immer mehr Anleger: I like. „Wir haben Entwicklungen ermöglicht, und das ohne auf den Gewinn zu zielen, sondern stattdessen einzig und allein den Menschen und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt gerückt“, sagt Vorstandssprecher Thomas Jorberg.

 

So hatten die Bochumer etwa bereits nach Tschernobyl 1986 den ersten Windkraftfonds aufgelegt – der Grundstein für die Finanzierungen der Erneuerbaren Energien. 2012 gewann die GLS den Preis „Nachhaltigstes Unternehmen Deutschlands“ –was bei einer Bank sicher nicht unter „business as usual“ läuft. 2013 folgte der internationale Award „Sustainable Bank of the Year“. Vor zwei Monaten legte die GLS ihren ersten Aktienfonds auf, der den strengen Nachhaltigkeits- und Transparenzstandards der GLS unterliegt und somit Investitionen in Rohstoffe oder Devisenspekulationen ausschließt. Im ersten Monat investieren Anleger hier 13,5 Millionen Euro, die Bank selber 5 Millionen.

 

Im vergangenen Jahr vergab die GSL 551 Millionen Euro neuer Kundenkredite, die Freiburger Regionalleiterin Annette Bohland rund 70 Millionen (Vorjahr: 65). Ins Sonnenschiff an der Merzhauser Straße kamen zudem fast 1200 neue Kunden. Damit haben nun knapp 9900 Menschen eine Geschäftsbeziehung mit der Freiburger Filiale. Die Nachrichtenlage bei der GLS unterscheidet sich drastisch von der vieler großer Geldhäuser.

 

Text: Lars Bargmann / Foto: © GLS