Die Kramer GmbH hat Erfolg auf vielen Feldern

Als der Isoliermeister und Kaufmann Fritz Kramer 1929 in Grenzach die Einzelfirma „Fritz Kramer“ gründete, hätte er wohl in seinen kühnsten Träumen nicht erwartet, was heute, 85 Jahre später, aus dieser Pioniertat werden würde: Ein Vorzeige-Mittelständler mit rund 180 Mitarbeitern, mit einer heute noch familiären Eigentümerschaft, mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz und mit sehr viel Potenzial für die Zukunft. Warum? Weil die Menschen bei KRAMER auch das Gegenteil des Sinnspruchs „Schuster bleib bei den Leisten“ leben. Bei KRAMER trifft Tradition auf Innovation.

Auch beim Erweiterungsbau für die Skihalle in Neuss war Kramer als Dämmtechnik-Spezialist gefragt.

 

Die jüngste Produktidee des KRAMER-Teams um die Geschäftsführer Matthias Weckesser, Heinz Gass, Franz Willi und Alexander Butsch sind mobile Raummodule, die in der Linie addhome study derzeit als bundesweites Pilotprojekt an der Lokhalle in Freiburg stehen und von Studenten bewohnt werden. Besser gedämmte und leichtere Container dürfte es nicht geben. Auch das renommierte Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) ist hier mit an Bord. Die ersten Bestellungen liegen auf dem Tisch.

 

So verhandelt KRAMER in diesen Tagen mit einer Firma in Yokohama über 40 Raummodule für ein Catering-Dorf in einer Werft, wo ein neuer Kreuzfahrtriese gebaut wird. Das Technische Hilfswerk in Bonn sucht für Katastrophenschutzeinsätze Module, die man an einen Helikopter hängen kann. Zudem prüft der Gemeinderat in Umkirch, ob nicht KRAMER mit seinen Modulen beim Bau neuer Flüchtlingsunterkünfte helfen kann.

 

Der stärkste Umsatztreiber der Umkircher aber ist mit 80 Prozent der Kühlraumbau für Forschung, Industrie, Logistik und Einzelhandel. Aus dem feinmaschigen Netzwerk etwa zur Fleischwirtschaft erwuchs in den 60er Jahren peu à peu die Sparte Ladenbau mit eigens kreierten, gekühlten Verkaufstheken. Nach der Eroberung des Food-Marktes ist KRAMER jetzt ins Nonfood-Segment eingestiegen: Das erste KRAMER INTERIOR DESIGN-Ladenlokal wird in diesen Tagen bei Schuh Trost in Oberlinden eröffnet. Die Faustformel des Erfolgs? „Wir können mit den Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen sehr schnell auf den Markt reagieren“, so Weckesser. Seine Taktik: „Ich sage unseren Leuten immer, ich habe eine Idee, aber das könnt ihr nicht. Dann können die das sicher.“ Sein Marketingchef Frank Gremmelspacher: „Ich habe hier gelernt: Geht nicht, gibt’s nicht.“

Suncooling und addhome study-Module (u. r.) sind zwei Zukunftsfelder. Am architektonisch anspruchsvollen Sitz in Umkirch steht schon bald eine erste Erweiterung an. Ladenbau (oben rechts) und  Industriedämmung (unten Mitte) zählen zu Kramers Kernkompetenzen.

 

Der erste internationale Auftrag kam 1983 von einer Raffinerie in Schottland, Weckesser setzte ihn um. „Das war das Initial für unsere internationale Ausrichtung“, erzählt der Geschäftsführer. Heute hat KRAMER 17 Filialen in ganz Deutschland und eine im englischen Nottingham. Etwa 10 Prozent des Umsatzes wird im Ausland gemacht.

 

Ein Zukunftsthema wird suncooling sein, das solarthermische Kühlen mit Sonnenenergie. Derzeit läuft ein vom Bund gefördertes Forschungsprojekt, bei dem KRAMER Partner ist. Wenn das wirtschaftlich funktioniert, ist die Gründung einer Tochtergesellschaft geplant.

 

Und weil alles so rasant läuft, plant KRAMER schon die erste Erweiterung auf dem 15.000 Quadratmeter großen Grundstück in Umkirch. „Wir platzen in allen Bereichen aus den Nähten“, so Weckesser. 3000 neue Quadratmeter für Produktion und Verwaltung sollen entstehen. Zudem ist in Chemnitz der Bau einer neuen Filiale geplant.

 

Übrigens: Es war damals eine Liebelei, die Fritz Kramer zur Firmengründung trieb. Die Wanderjahre führten den jungen Fritz auch nach Basel, wo er eine junge Dame kennenlernte, die im Vorstandssekretariat bei Hoffman-La Roche saß. Der Chemiekonzern baute Ende der 20er Jahre ein Zweigwerk in Grenzach. Das musste gedämmt werden. Da war der Isoliermeister genau der richtige Mann. Er bekam den Auftrag – einen, der eine Erfolgsgeschichte einleitete.

 

Info
Unternehmen: KRAMER GmbH, Stöckmatten 2-10,
79224 Umkirch/Freiburg
Engagement: KRAMER ist Sponsor der Freiburger Fußballschule, des SV Opfingen, unterstützt das Tumorzentrum und das SOS Kinderdorf.
Kontakt: Telefon 07665 / 9359-0, Fax 07665 / 9359-199
www.kramer-freiburg.com

 

Text: Lars Bargmann / Fotos: © Kramer GmbH