Während in Baden-Württem-berg der Bierabsatz im Braujahr 2011/12 um 3,3 Prozent zurückging, kletterte er bei der Privatbrauerei Waldhaus um 9,1 Prozent nach oben. „Das ist gerade angesichts eines Sommers, der weit von Traumwerten entfernt war, ein bemerkenswertes Ergebnis“, sagt Geschäftsführer Dieter Schmid.

Waldhaus
Anders als Fürstenberg oder Ganter hält er mit der konkreten Absatzzahl nicht hinterm Berg: Die Jahresproduktion ist auf fast 55.000 Hektoliter und damit Rekordhöhe gestiegen. „Schuld“ daran seien nicht einzelne, sondern alle Biere. Waldhaus-Biere würden aus dem Schwarzwald bis nach Brasilien, Neuseeland oder China exportiert. Wie andere aber macht auch die Privatbrauerei keine Angaben zu Umsatz oder Gewinn.

Schmid führt den Erfolg auf die konsequente Qualitätsorientierung – etwa der ausschließlichen Verwendung von Naturhopfendolden – zurück: „Kompromisse gibt es bei uns nicht.“ Nachhaltiger Erfolg und Verantwortung gegenüber der Region, nicht aber kurzfristige Gewinnmaximierung stünden im Vordergrund. Die Brauerei werde im laufenden Jahr – auch das ein Rekord – rund vier Millionen Euro investieren. „Wir platzen aus allen Nähten und planen deshalb den Neubau eines Logistik-Zentrums mit angeschlossener LKW-Verladestraße mit insgesamt 5000 Quadratmetern Fläche.“

Text: chilli / Foto: Waldhaus