Fachkraft für Speiseeis wird neuer Handwerksberuf

Bereits ein einziger Löffel Eis genügt, um Glücksgefühle im Gehirn auszulösen – das wollen britische Hirnforscher herausgefunden haben. Was aber ist bei der handwerklichen Herstellung von Speiseeis oder Speiseeiserzeugnissen und im Umgang mit Gästen alles zu berücksichtigen, damit diese Glücksgefühle beim Kunden eintreten können? Das weiß in Zukunft die „Fachkraft für Speiseeis“. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis eine neue dreijährige Berufsausbildung entwickelt.

Alles Vanille

 

In den ersten beiden Ausbildungsjahren werden die Auszubildenden gemeinsam mit dem Ausbildungsberuf „Fachkraft im Gastgewerbe“ beschult. Gegenstand des dritten Ausbildungsjahres sind dann Tätigkeiten rund um die handwerkliche Herstellung von Speiseeis. Die Kompetenzen der Fachkraft für Speiseeis verknüpfen die Speiseeisherstellung mit dem professionellen Umgang mit Gästen.

 

Die Zubereitung und Verarbeitung von Eismixturen unter Berücksichtigung hygienischer und lebensmittelrechtlicher Anforderungen sowie das Gestalten von Eistorten, Eisdesserts oder Eisbechern sind ein wesentlicher Bestandteil der Tätigkeit.

 

Fachkräfte können zudem kleine Gerichte zubereiten, Verkaufsräume herrichten und sind für die Beratung von Gästen qualifiziert. Warenwirtschaft sowie Werbung und Verkaufsförderung runden die Ausbildung ab. Im Hinblick auf eine mögliche Existenzgründung werden außerdem kaufmännische Grundlagen zur Führung eines Eiscafés vermittelt.

 

Fachkräfte für Speiseeis arbeiten in Betrieben, die handwerklich Speiseeis herstellen, in Eiscafés, Eisdielen und Konditoreien. Die modernisierte Ausbildungsordnung löst zum 1. August 2014 die bisherige Erprobungsverordnung „Speiseeishersteller und Speiseeisherstellerin“ ab.

 

Text: BZ / Foto: fotolia.com