Moderne Hits, die mit Elvis-Hüftschwung und in lässiger Rock’n’Roll-Marnier vorgetragen werden: dafür stehen the Baseballs. Mit ihrer aktuellen Platte wollen sie jetzt zeigen, dass sie mehr können, als fremde Lieder in die 50er zu versetzen, und stellen vier Eigenkompositionen vor.

 

Auch wenn die nicht ausgereicht haben, um in den Eurovision Song Contest einzusteigen, müssen die drei Rock’n’Roller ihr Selbstgeschriebenes nicht verstecken. Die schnellen, launigen Nummern laden zum mittanzen, mitsingen und mitfeiern ein. Auch die Texte sind rundum partytauglich – also ohne nennenswerten Tiefgang. „Goodbye Peggy Sue“ ist eine launige Warnung an die Frauen, Männer nicht vor eine Wahl zu stellen, „Lucky Guy“ handelt von einem verknallten Typen und „My Baby left my for a DJ“ von Frauen, die nur auf den DJ fliegen. Klar, typisches Rock’n’Roller-Problem.

 

Ergänzt werden die eigenen Nummer werden von Neuinterpretationen wie Lana del Reys „Video Games“ oder Lordes „Royals“. Und auch Rihannas „Diamonds“ darf nicht fehlen, hatten the Baseballs doch mit ihrem Hit „Umbrella“ ihren großen Durchbruch.

 

Dann ist die Platte durch und man merkt: richtig hängengeblieben ist keiner der Songs. Und auch von seinen Vorgängern hebt sich das Album kaum ab. The Baseballs setzen eben auf Altbewährtes und behalten Recht – was in den 50ern funktioniert hat, funktioniert auch heute noch. Nur auf den Überraschungsmoment darf man halt nicht warten …

 

Text: Tanja Bruckert

 

Cover_The-BaseballsThe Baseballs

Game Day

Warner Music