Per Anhalter durch die Galaxis. So fühlt man sich, beim Hören des neuen Grand-Slam-Albums. An Bord der Rakete: Zehn bayerische Musiker, die den P-Funk in die unendlichen Weiten des Weltraums befördern. Mit 19 Tracks wirkt das Album erst mal wie eine „Neverending Voyage“. Die musikalische Vielfalt macht das Ganze zu einem kurzweiligen Trip: funk cruisin’ ist eine bunte Wundertüte.

 

 

Klar, die Jungs leben den Funk. Aber mit einer Prise Jazz („Soul Machine“), ein paar satten Hip-Hop-Beats („Camp Down“), rockigen Instrumentalsoli („Chillin’ With My People“) und zahllosen Elektro-Elementen, beweisen sie, wie vielfältig, zeitlos und mitreißend Funk sein kann.

 

Auf dem neunten Studioalbum der Funkateers hören wir alte Tracks, aber auch komplett neue, mit Gastauftritten von Funkmaster Ozone, verrückten Space-Synthie-Melodien und massenhaft verzerrten Vocals. Spannende Basslines à la Daft Punks Disco-Funk bringen uns zurück in die 80er. Gleichzeitig sind die Raketen-Funker den Bewohnern des Planeten Erde Hunderte von Lichtjahren voraus.

 

Langweilig wird die Odyssee durch den Weltraum nicht. Zumal es obendrauf eine Bonus-DVD mit Konzertmitschnitten gibt. Wer die sieht, weiß Bescheid: Grand Slam starten live erst richtig durch.

 

Text: Christina Miklusch