Vogelgezwitscher und weiche, freundliche Akkorde erinnern an eine sonnige grüne Wiese im Hochsommer. Harald Björk lockt zu Beginn der neuen Platte von Sven Väth das Publikum des guten Tons mit zarten Beats. Weiter geht’s mit einer sanften Hookline, welche spielerisch dem federnden Groove folgt.
 

 
Mit dieser musikalischen Einladung schickt Väth die Elektro-Liebhaber zum siebzehnten Mal auf den Dancefloor in Ibiza. Der gebürtige Hesse ist nicht nur an den Turntables zu Hause, auch als Label-Macher, Partyveranstalter und Produzent kennt er sein Metier.
 
In der Elektro-Szene steht Väth schon immer für mehr als nur den einen Klangstil. Er mischt Techno und House und kostet dabei die verschiedenen Facetten des breit gefächerten Genres voll aus. Auch seine neue Platte hat viele Gesichter: Sie verkörpert gänzlich eine geheimnisvolle Klangwelt, die unbedingt entdeckt werden will.
 
Ebenso spielt der neue Mix aber auch mit suggestiven Elementen. Ein eindringliches Zusammenspiel von Bassline und fast schon psychedelisch anmutender Flötenmusik. Der zweite Teil der Platte ist schlagartig düster: der Groove ist schwerer, die Bassline impulsiver. Auf der Tanzfläche ist die Dunkelheit eingebrochen und mit ihr pulsierende Beats.
 
Text: Valérie Baumanns