Die russische Oper „Pique Dame“ ist vom 16. bis 25. Juni in der Straßburger Opéra national du Rhin zu sehen. Der Held des russischen Opernmeisterwerks „Pique Dame“, Hermann, hat zwei Leidenschaften: die junge Lisa und das Kartenspiel. Da Lisa von Adel ist, will er mit dem Kartenspiel reich werden und dadurch die Zustimmung von Lisas Familie erobern. Dafür muss er aber einen Geheimtrick von Lisas Großmutter lernen. Peu à peu wird er wegen seiner Spielbesessenheit wahnsinnig.

 

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In seiner Inszenierung des lyrischen Werks für die Opéra national du Rhin in Straßburg konzentriert sich der kanadische Regisseur Robert Carsten auf Hermanns Figur und deren Umgang mit dem Spiel.

 

Ihm war wichtig, die Kraft und die Modernität des Dramas von Piotr Iljitsch Tschaikowski in den Vordergrund zu stellen. Deswegen hat Carsten den Kinderchor des ersten Bilds und die Pastorale des zweiten Akts weggelassen, die Tschaikowski aufgrund der lyrischen Konventionen des 19. Jahrhunderts hinzugefügt hatte. Dadurch kommt „Pique Dame“ der Inspirationsquelle der romantischen Oper näher: der gleichnamigen Novelle des Dichters Alexander Puschkin.

 

 

 

Weitere Termine: Sonntag, 5. Juli, und Dienstag, 7. Juli, in La Filature, Mulhouse

Text: lae / Foto: Monika Ritterhaus