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Filmkritik des Tages: Kill me please

17. May 2012
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Doch kein Tod nach Plan

In Deutschland ist aktive Sterbehilfe verboten. In den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und der Schweiz ist es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Menschen auf deren ausdrücklichen Wunsch hin einen tödlichen Medikamentencocktail zu verabreichen. Genau das tut Dr. Krueger (Aurélien Recoing) in der belgisch-französischen Produktion “Kill Me Please” in seiner Klinik. Offiziell als schwarzhumorige Komödie deklariert, gelingt es dem Film nicht, ein hintersinniges Lächeln um die Mundwinkel spielen zu lassen. Vielmehr lässt er sein Publikum ein wenig verwundert und verständnislos zurück.
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Filmkritik des Tages: Lockout

14. May 2012
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Flucht aus dem All

Willkommen zurück in den 80-ern. In einer Zeit, als die Kinohelden keine glattgebügelten Alleskönner waren. “Lockout” ist ein Sci-Fi-Actionabenteuer mit B-Moviecharakter, das über einen hohen Unterhaltungswert verfügt. Wobei: Was die Grundkonstellation der Story betrifft (Drehbuch: James Mather, Stephen St. Leger, Luc Besson), erinnert der Film dann doch reichlich unverhohlen an einer Kultklassiker aus alten Zeiten.
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Im Interview: Joachim Król

13. May 2012
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Mit Rollenangeboten werde er nicht überschüttet, meint Joachim Król, immerhin amtierender Frankfurter „Tatort“-Kommissar. Das sei in Deutschland eben so, wenn man in die Jahre kommt. Ralf Huettner („vincent will meer“) hat den 55-Jährigen dennoch für die Hauptrolle in „Ausgerechnet Sibirien“ ausgewählt. Król trägt im Film den klangvollen Namen Matthias Bleuel. Herkunft: Leverkusen. Höhepunkt des Tages: joggen mit Kopfhörern, die er auch dann aufsetzt, wenn er nicht weiter weiß. Claudia Nitsche hat sich mit dem Schauspieler über seine Filmrolle unterhalten.
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Filmkritik des Tages: Ausgerechnet Sibirien

13. May 2012
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Leverkusen oder Liebe?

Den Charme hat er nicht gepachtet: Joachim Król spielt einen vertrockneten Vertreter der Midlife-Crisis, der vom Chef in die russische Niederlassung seiner Firma geschickt wird. “Ausgerechnet Sibirien” spielt ebendort und ist Ralf Huettners Verfilmung des Romans “Der Neuling” von Michael Ebmeyer. Der Regisseur, der mit “vincent will meer” Erfolg hatte, schickt wieder einen Mann auf eine Reise, bei der es wichtig ist, dass man sie gemacht hat, nicht, wie sie ausgeht. Die Kamera schwelgt in der Schönheit des Niemandslandes. Und ganz langsam passieren Veränderungen in jenem einsamen Mann, dessen Höhepunkt seines Tages zuvor das Joggen war.
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Star-Interview der Woche: Max Müller

12. May 2012



“Mei. Der Michi!” Die ältere Dame, die an diesem Morgen mit dem Radl den Biomarkt in Gronsdorf bei München besuchen will, kann kaum glauben, wen sie da trifft. Der Laden hat zwar wegen Dreharbeiten der Bavaria Film GmbH geschlossen, aber dass es heute statt Dinkelsemmeln nur die Landeier von den “Rosenheim-Cops” gibt, macht ihr nichts. Schließlich steht ihr absoluter Fernsehheld vor ihr: Michi Mohr, der blonde Polizeihauptmeister aus dem ZDF-Dauerbrenner: live, in Farbe und in fescher Uniform. “Der Michi, des is mei Bua”, ruft sie und springt dem nur leicht verdutzten Schauspieler Max Müller in die Arme. “Auch dafür liebe ich meinen Beruf”, lächelt der in Wien lebende Kärntner, der seit elf Jahren in Bayern vor der Kamera steht, und weiter geht’s mit einem Interview, für das sich der 47-Jährige am Rande des Drehs (Arbeitstitel: “Mord im Biomarkt”) einen Vormittag Zeit nimmt. Zwischendurch: spielen – und hin und wieder Autogrammkarten aus dem Polizeiauto (!) holen. Keine Frage, “Die Rosenheim-Cops” (dienstags, 19.25 Uhr) sind nach zehn Jahren auf Sendung beliebt wie eh und je, und der vom eher zurückhaltenden Müller gespielte Michi Mohr ist in dieser Hinsicht ganz vorne dabei. Frank Rauscher hat mit ihm gesprochen.
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Filmkritik des Tages: Dark Shadows

12. May 2012
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Irrer Vampir

Da sind sie also wieder vereint: “Dark Shadows” heißt der neue Streich von Regisseur Tim Burton. Der Filmfürst der Finsternis schickt seinen Lieblingsdarsteller Johnny Depp in die 70-er Jahre. Als aus der Zeit gefallener Vampir muss er sich nach 200 Jahren Sargruhe an Disco-Musik, pferdelose Metallkutschen und teuflische Unterhaltungsmaschinen gewöhnen: in einem liebevoll ausgestatteten Gothic-Märchen mit vielen witzigen Momenten, dem aber der letzte Biss fehlt.
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Filmkritik des Tages: Attenberg

11. May 2012
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Die rätselhafte Spezies Mensch

Sich in Griechenland einäschern zu lassen, ist kein einfaches Unterfangen: Zwar gestattete die griechische Regierung gegen den Widerstand der orthodoxen Kirche 2006 endlich die Feuerbestattung, der Bau des ersten Krematoriums des Landes wurde allerdings erst vor wenigen Monaten bewilligt – weshalb die sterblichen Überreste testamentarisch erklärter “Freunde der Feuerbestattung” im Ausland den Flammen übergeben werden. Eine nützliche Information, wenn man den Gesprächen in Athina Rachel Tsangaris Drama “Attenberg” folgen will – denn der Tod ist eines der beiden unbequemen Themen, die die griechische Regisseurin in ihrem unbequemen Film abhandelt.
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Filmkritik des Tages: 21 Jump Street

10. May 2012
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Cool ist das neue Uncool

Man ahnte Schlimmes, als Sony nach schlechten, rechten und offenbar unvermeidbaren Remakes von “A-Team”, “Miami Vice” und “Starsky & Hutch” ankündigen ließ, auch “21 Jump Street” für eine Spielfilmlänge neu aufzulegen. Ja, genau, die Serie, der ein damals 23-jähriger Johnny Depp seinen Aufstieg zum Teenieidol und Richard Grieco seinen Abstieg zu “Booker” zu verdanken hatte. Die Sorge, das auch hier an vermeintlichen Denkmälern gekratzt wird, ist aber spätestens dann verflogen, wenn die beiden Neuzeitprotagonisten von ihrem Boss den ersten metahumorigen Einlauf verpasst kriegen: “Wir machen hier keine Scheißneuauflage irgendeines 80er-Jahre-Scheiß, wie beschissen wäre das denn?”, sagt der sinngemäß, und schickt sie prompt in die Jump Street “37 – ähm, nein, das klingt scheiße. Jump Street 21.” Aber von vorne.
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Filmkritik des Tages: Sound It Out

09. May 2012
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Die letzte Bastion

Shane wirkt fast ein wenig besessen, wie er so durch die Plattenstapel stöbert: Ganz genau inspiziert er jedes Exemplar, bis er schließlich sorgfältig seine Auswahl trifft. “Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich habe keine Frau”, erklärt der langhaarige Mann. Also sammelt er leidenschaftlich Platten, am liebsten von Status Quo. Für Außenstehende mag diese Passion nur schwer nachvollziehbar sein. Doch Filmemacherin Jeanie Finlay gelingt es, in ihrem Dokumentarfilm “Sound It Out” das warmherzige Porträt vinylbesessener Sammler zu zeichnen und einer aussterbenden Spezies ein liebevolles Denkmal zu setzen: dem unabhängigen Plattenladen.
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Filmkritik des Tages: The Cold Light Of Day

07. May 2012
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Und irgendwann kommt der Moment, an dem Mann einsehen muss, dass er keine 30 mehr ist. Selbst für einen Bruce Willis: Klar könne er auch mit 57 Jahren noch rennen und kämpfen, aber irgendwann werde damit unweigerlich Schluss sein – weshalb die Produzenten der “Stirb langsam”-Reihe ihm doch bitteschön einen Nachfolger suchen sollten. Gesagt, getan: In “Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben” wird John McClane im nächsten Frühjahr nun seinen Junior, gespielt von “Spartacus: Blood and Sand”-Star Jai Courtney, in die hohe Kunst des Ärschetretens einführen. Einen Vorgeschmack, wie die Zepterübergabe aussehen könnte, bekommt das Publikum auch schon mal – im Actionthriller “The Cold Light Of Day”.
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