Knigge für Nachtaktive

Feiern ist nicht einfach. Heymann und Leber mussten das feststellen, als sich bei einer ihrer Partys Szenen abspielten, gegen die die Chaostage der 90er ein Kindergeburtstag waren. Um sich und andere vor den schlimmsten Nachtleben-Pannen zu schützen, haben sie daher Türsteher, DJs, Taxifahrer, Clubbetreiber und zahlreiche wissenschaftliche Studien bemüht und einen ausgetüftelten Nachtleben-Knigge erstellt.


Von der Wahl des Outfits (für Frauen gilt: Lippenstift ja, hohe Schuhe nein) über die Fallstricke bei der Cocktailbestellung (Caipi, Cosmo und Wodka Red Bull sind eindeutig out) bis hin zur kniffligen Frage, ob man als Hetero in eine Schwulenbar darf (klar) wird jede noch so banale Frage geklärt.

Selbst wer Clubs und Bars lieber den Rücken kehrt, wird fündig: Tipps für das Verhalten in Theater (Hustenproblematik), Oper (Einschlafproblematik) oder Sauna (Geschlechterproblematik) entschärfen peinliche Situationen.

Angereichert mit vielen Statistiken, von den Gewinnchancen im Kasino bis hin zum durchschnittlichen Gewicht einer Frauenhandtasche und den scheinbar alles umfassenden Erfahrungen der beiden Autoren im Berliner Nachtleben, vom „Resteficken“ bis hin zum Planking auf der Tanzfläche, verspricht der Ratgeber eine unterhaltsame und lehrreiche Lektüre.

Text: Tanja Bruckert

Nachts sind alle Katzen blau
Von Nana Heymann und Sebastian Leber
Verlag: Goldmann, 2013
Seitenzahl: 318 Seiten, Taschenbuch
Preis: 8,99 Euro