Fast alles beim alten

Die top old Boys aus der Hansestadt Hamburg, formerly known als Superpunk, sind wieder in der Spur, und alle Ampeln auf gelb! Unter dem etwas sperrigen Namen „Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen“, kurz DLDGG, ist nun ihr zweites Album erschienen. Wie mit Raider und Twix verhält es sich auch mit DLDGG und Superpunk.

 

Wenn man sich daran gewöhnt hat, merkt man, dass fast alles beim Alten geblieben ist: Deutsche Qualitäts-Mod-Mucke mit schmissigen Bläsern und hohem Soul-Stomp and Shake-Faktor. Die Texte gescheit, launig, lässig ironisch.

 

Etwa bei „Das Unglück bin ich“ (Hätte ich einen Hund, er würde mich beißen, hätte ich eine Tochter, sie würde ausreißen …) oder der Hommage an den Kultfilmer Werner Enke (Wer reimt sonst noch Getränke auf Werner Enke?). Ein Überhit wie die Superpunk-Sozialhymne „Neue Zähne für meinen Bruder und mich“ fehlt zwar. Dafür gibt’s jede Menge dufte Musik für Loser, Zukurzgekommene und Outlaws.

 

Die fünf Freunde spielen in einer eigenen Liga, der wahren Hamburger Schule. Beat. Attitüde gepaart mit Soulschmackes respektive Modfeeling. Es orgelt, groovt, swingt – macht einfach Spaß. Und DLDGG bitten noch zum Allnighter-Tänzchen. Dexy`s Midnight Runners, Madness und der Godfather himself, Paul Weller, sind auch eingeladen. Freie Fahrt – alle Ampeln auf Grün!

 

Text: Ralf Welteroth

Cover-Alle-Ampeln

 

Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen
Alle Ampeln auf Gelb!
Tapete