Summer-Indie-Pop

„Die klingen ja wie diese oder jene Band“, sind Vergleiche, die Künstler bekanntlich nicht so gerne hören. Dass dies aber gar nicht schlecht sein muss, beweisen „The Provincial Archive“ ziemlich gut. Vergleiche zu „Elliot Smith“, „Death Cab for Cutie“, „Grizzly Bear“ oder „The National“ sind allgegenwärtig bei dem aus Kanada stammenden Quartett. Dabei haben „The Provincial Archive“ 17 Monate lang an ihrem dritten Longplayer „It´s All Shaken Wonder“ gearbeitet, um die Hörerschaft mit ihren wunderbaren Melodien zu beglücken – zumindest auf zwei Dritteln des Albums.

 

Eine stolze Zeit für ein 35 Minuten langes, makellos produziertes Album, das sich aber gegen Ende in einer gewissen Eintönigkeit verliert. Das liegt nicht an der puristischen Instrumentierung, man hat einfach das Gefühl, dass den Kanadiern nicht genügend Melodien eingefallen sind.

 

Eine längere EP wäre vermutlich die bessere Wahl gewesen. Dennoch lohnen sich die ersten sechs bis sieben Titel. „It´s All Shaken Wonder“ beginnt zum Mitsingen einladend, „I´m out of order, don´t throw me away“ bleibt einem den ganzen Tag im Kopf – nicht zuletzt wegen der Ähnlichkeit zu „Death Cab for Cutie“.

 

Ihre ersten beiden selbst produzierten Alben haben besonders die Kritiker in Kanada positiv aufgenommen. Ob dies auch bei dem ersten im Studio produzierten Album so sein wird, bleibt abzuwarten – oder darf jeder für sich entscheiden.

 

Text: Marc Bargmann

Cover-the-Provincial-Archive

 

The Provincial Archive
It`s all shaken wonder
DevilDuck