Wanda aus Wien sind fast so etwas wie die Band der Stunde, zumindest, wenn es um Austropop (oder auch -Rock) geht, der derzeit eine Renaissance erlebt. Zusammen mit dem Nino aus Wien oder auch Bilderbuch bilden sie die Speerspitze einer neuen Generation von Musikern, die aus der österreichischen Kapitale kommen und auch immer mehr Gehör in Deutschland finden. Wanda bringen auf ihrem Debütalbum vieles mit und auf den Punkt, was es braucht, um eine größere Aufmerksamkeit zu erregen.

 

„Amore” ist ein Versprechen, das zu großen Teilen eingelöst wird, es geht um Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht, alles mit Witz, Esprit und einer gehörigen Portion Wiener Schmäh garniert.

 

Die Gitarre schrammelt, der Beat treibt den Sänger Marco Michael „die Band heißt wie ich“ Wanda vor sich her, oder auch mal umgekehrt. Die Texte machen Spaß und treffen oft ins Schwarze oder absichtlich auch mal knapp daneben.

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Das Ganze geht unter Zuhilfenahme von Beat-Anleihen der Sixties, auch mal Richtung Falco (der Kommissar, you know?) oder Ambros (der mit dem Zentralfriedhof!), wird aber nie zur bloßen Kopie.

 

Anspieltipps sind das großartige „Bologna“, „Jelinek“, „Schickt mir die Post schon ins Spital“ oder auch das programmatische „Ich will Schnaps“. Auf nach Bologna also – oder erst einmal nach Wien. So oder so – leiwand!

 

 

Text: Ralf Welteroth