Die Scheiße rockt!  Benzin, das ist nicht nur der Treibstoff für Motoren, Benzin ist DER Treibstoff für Eure Ohren. Auf Ihrem mittlerweile vierten Longplayer liefern die vier Ulmer 13 grandiose Punk-Pop Songs ab, die allesamt zum Mitgrölen auffordern.  Schon beim Opener „Keine Macht der Beatmusik“, stellen Benzin klar, was einen erwartet. Spätestens beim zweiten Refrain muss man einfach mit den Füßen wippen, dem Kopf nicken und laut mitsingen. Die raffinierten Melodien dringen direkt ins Ohr und bleiben da hängen. Um die pure Energie der Songs einzufangen und ungebremst an die Zuhörer zu tragen, wurde das gesamte Album Live in den Horus Studios Hannover eingespielt.

 

Egal ob Live oder nicht, die Scheibe ist gelungen. Textlich bewegen sich Benzin auf gehobenem, flegelhaftem Niveau, ohne dabei ins Aufdringliche abzudriften. Der knarzige Gesang von Sebastian Schweigert wird wunderbar unterstützt von seinem Zwillingsbruder Simon am Bass, Andy Wolf an der Gitarre und Marc Huttenlocher am Schlagzeug. Zudem werden die Ulmer bei dem Song „Doppelgänger“ (sehr interessant) von Samuel L. Jackson unterstützt. Zumindest von dessen deutscher Synchronstimme Helmut Krauss, der in einer Verhörsituation mit Sebastian agiert. Und wer sich mal so richtig die Seele aus dem Leib grölen will, der fährt am 11. August nach Wolfach aufs Mossenmättle Festival. Dort könnt Ihr ihn nämlich hören, den Chor der Kaputten und wer da nicht mitgrölt ist selber schuld.

 

Marc Bargmann

 

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