Indie? Country? Soul?

Manchmal ist es eben doch toll, dass es Produzenten gibt, denn sonst wäre dieses fantastische Album wohl nie entstanden. River Giant existiert seit 2009, als Kyle Jacobsen (Gesang & Gitarre) sich mit Trent Schriener (Bass) und Liam O‘Connor zusammentat. Zwei Jahre später erschien eine erste EP, die die Aufmerksamkeit der Produzenten Chris Early (Band of Horses) und Ed Brooks (Pearl Jam) erregte. Diese beiden Herren haben sich der jungen Band angenommen und nun das Debüt „River Giant“ produziert.

Herausgekommen ist ein großartiges, sehr vielschichtiges Debütalbum, das am 22. Februar das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird. Und um es gleich vorwegzunehmen, der zweite Titel „Pink Flamingos“ will einem nie wieder aus dem Kopf gehen. Die Musik lässt sich irgendwo zwischen Indie Rock und klassischem Country und Western einordnen, wobei „Pink Flamingos“ auch Soul-Ansätze aus den 70ern zeigt. Leichte Einflüsse der beiden Produzenten sind sicher nicht von der Hand zu weisen. So erkennt man beim Opener „Out Here, Outside“ Ähnlichkeiten mit Band of Horses.


Allerdings gefährden diese Einflüsse zu keiner Zeit die Eigenständigkeit der Band. „Fast Heart“ wäre als weiterer Song hervorzuheben. Die im 5/4 Takt versetzten Gitarren treiben so richtig schön. Das Album ist von vorne bis hinten überzeugend, also rein in den Player und den Volume-Regler nach rechts!

Text: eMBe

River Giant
River Giant
Devil Duck Records