Erstmals Solo!

Mit Rythm and Repose ist jetzt das erste komplette Soloalbum von Glen Hansard herausgekommen. Der Sänger und Gitarrist der irischen Band „The Frames“ ist spätestens seit seinem Duett mit Marketa Irglova (The Swell Season) und dem Film „Once“ – erscheint gerade als Musical – dem Untergrund entstiegen und einer der bekannteren Singer/Songwriter der Gegenwart. Zeitgleich mit dem neuen Album ist Hansard mit Eddie Vedder (Pearl Jam) auf Tour und steuert auch einen Beitrag zum Film „The Hunger Games“ bei.


Hansard liefert ein ganz starkes Soloalbum ab, wobei es die Emotionalität eines Once-Albums nicht erreicht. Es ist aber ein sehr intensiver Hansard zu hören, der mit seiner Stimme jeden zum Zuhören bringen kann.

Die Musik ist spärlich instrumentiert und lässt so viel Raum für den Gesang, was den Songs gut tut. Ein gutes Beispiel ist „Bird of Sorrow“. Wohl kaum ein anderer Sänger schafft es, so intelligent seine Stimme einzusetzen wie Hansard, der stets die richtige Intensität trifft und tief in seine Songs zieht. Der Ire hat mal wieder ein Album geschrieben, das ganz ohne laute Töne auskommt, dabei aber durch Ehrlichkeit überzeugt und mit der Fantasie der Zuhörer spielt.

Wer diese Intensität live erleben will: Die einzigen Deutschland-Konzerte sind am 19. Oktober in der Münchner Muffathalle und am 22. Oktober im Gibson in Frankfurt.

Text: eMBe

Glen Hansard
Rythm and Repose
Anti