Schon wieder dEus?

Ja, schon wieder dEus, und was bitteschön legen die Belgier hier für ein großartiges Werk vor? Es ist noch nicht so lange her, dass uns dEus mit „Keep You Close“ in ihren düsteren Bann gezogen haben. Jetzt kommt mit „Following Sea“ ein sehr helles und leichtes Album daher. Dabei driften dEus das erste Mal in ihre Muttersprache ab, denn in „Quatre Mains“, einem Agententhema gleich, singt und spricht Tom Barman en francais. Überhaupt kommt hier der Sprechgesang zum Einsatz.

Die zehn Songs auf dem Album sind ausnahmslos klasse, klingen ausgesprochen gut und sind auch gut produziert. Die Gitarrenarbeit ist ebenso exzellent wie ausgefeilt. Bei „Nothings“ oder bei „Give Up Gene“ wird die Kreativität an der Gitarre besonders deutlich. Einzig das Stück „Fire Up The Google Beast Algorithm“ fällt ein bisschen heraus: sehr schrill und lärmend.

Wie auf „Keep You Close“ wurde auch hier mit Produzent Adam Noble gearbeitet. Irgendwie ist dieses Album eine Art Best Of Mixture aus allen alten Alben. Ein Großteil der Songs entstand bei den Aufnahmen von „Keep You Close“, dennoch wird hier keinesfalls eine Resteverwertung abgeliefert. „Wir hatten so viele Lieder, die wir nicht erst in einigen Jahren veröffentlichen oder sogar ganz verlieren wollten“, antwortete Tom Barman auf die Frage, warum das Album so schnell erschienen ist.

Fazit: „Following Sea“ ist für jeden dEus-Verehrer ein Must-have. Für alle anderen ein Should-have.


Text: eMBe

dEus
Following Sea
Pias Recordings