„Here we go and nothing’s gonna be the same again“ – was für ein passender Einstiegssatz fürs Debütalbum eines Musikers. Michael Goldschmidt, der am Freiburger International Music College die Feinheiten des Gitarrenhandwerks gelernt hat, drischt auf seiner ersten Soloplatte mit Herz und Urgewalt in die Saiten. Vollwertiger, unnachgiebiger und wenig nackenschonender Rock mit der gewissen Prise „Nach mir die Sintflut“ sowie tolle Rockballaden wie etwa das letzte Stück auf dem Album „Before my love is gone“ machen das Album schon beim ersten Durchhören extrem eingängig.

Cover: Goldsmith
Goldsmith, wie sich der ursprünglich aus Schwäbisch-Hall stammende 35-Jährige nennt, bewältigt mit seiner Musik einen schmalen Grat: Die Songs sind technisch hochwertig und sauber, insbesondere den Solos hört man den Werdegang des Protagonisten an.

Dabei lassen die Stücke aber nie den für gute Stromgitarrenmusik nötigen Flasche-Jackie-mit-den-Jungs-in-der-Garage-Sound-Effekt vermissen. Erklärbar ist das vielleicht dadurch, dass der junge Mann eben nicht von der Music-College-Bank direkt ins Studio geflüchtet, sondern in den vergangenen Jahren erst mal mit dem US-Blues-Rock-Star Bernard Allison durch die Welt getourt ist. Da lernt man’s eben: „Noch’n Drink Berni?“ „Halt’s Maul und rock!“

Text: Felix Holm

Goldsmith
Shut Up & Rock
Eigenvertrieb (erhältlich über iTunes et al)