„Dangers Of The Sea“ veröffentlichen mit dem gleichnamigen Album ihr Debüt. Aber halt! Eigentlich ist es nicht wirklich ein Debütalbum, bei dem die Bandmusiker „Neulinge“ sind. Denn die Dänen um Sänger und Kopf Andreas Bay Estrup sind keine unbeschriebenen Blätter: Keyboarder Jess Jensen spielt bei „Saybia“, Bassist Mike Juel Taageoj kommt von der Band „Slaraffenland“, und Gitarrist Frederik Teige ist Mitglied bei „Efterklang“. Einzig Andreas Bay Estrup und Drummer Rasmus Jusjong sind Frischlinge.

Cover: Dangers Of The Sea
Wo wir schon bei den anderen prominenteren dänischen Bands sind, sind auch gleich die Einflüsse herauszuhören. Aber: Welche Band hat nicht irgendwoher Einflüsse? Und „Dangers Of The Sea“ sind alles andere als eine billige Kopie. Das Album ist eines von der Sorte, bei dem man sofort das Gefühl hat, dass hier jemand seine Seele offenbart und das auf sehr charmante, melancholische Art. Estrup und seine Mannen haben den Dreh raus, gute Songs zu spielen, ohne dass sie zu überladen wirken. Jedes Instrument tritt zur richtigen Zeit zurück, um später wieder in den Vordergrund zu treten. Keyboarder Jensen spielt zum Beispiel ein wunderschönes Klavier auf „Your Time Is Wasted“, welches neben dem countrylastigem „Sheer Desperation“ und „Come Sit By My Fire“ zu den absoluten Höhepunkten des Albums zählt.

Text: Marc Bargmann

Dangers Of The Sea
Dangers Of The Sea
Devil Duck Records