Gut gelaunte Entdeckungsreise

Nach dem viel gelobten Debüt „Into The Woods“ (2010) und der ein Jahr später herausgekommenen EP „Monsters Of Fuck You All“ veröffentlichen The Dope mit „Hinterlandia“ nun ihr zweites Album. Rudi Maier (Gitarre/Gesang) und Franz Neugebauer (Drums) scheren sich auf diesem nicht die Bohne darum, welche Vergleiche zu Modest Mouse hergestellt werden können, denn sie wandeln mit ihrer Musik tatsächlich deutlich auf deren Pfaden.

CD-Cover: Hinterlandia
Die vielen plötzlichen Tempo- und Harmoniewechsel gestalten das Album sehr interessant, sind aber für den „Das-Album-muss-mich-beim-ersten-Mal-kicken-Hörer“ genau der Knackpunkt. Denn die Musik fordert dem Publikum sehr viel ab. Manche Passagen sind regelrecht nervenzerreißend. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass das Album nicht langweilig wird.

Hinterlandia ist eine gut gelaunte Entdeckungsreise durch aufregende Gitarrenriffs und interessante Texte, die von einer deutschen Band in dieser Frische ihresgleichen sucht. Wer keine Angst hat, sich mit The Dope auseinanderzusetzen, kommt voll auf seine Kosten. Anspieltipps sind „Blizzard The Kid“, das ursprünglich mal „Hinterlandia“ hieß und von Maier als die „bisher schwerste Geburt“ in Sachen Songwriting bezeichnet wurde. Ein Muss ist „Mothers Boy Toyed With An Idea“. Der Song hat als einziger den Weg von der EP auf „Hinterlandia“ geschafft.

Text: Marc Bargmann

The Dope
Hinterlandia
Devil Duck Records