Stärker als je zuvor!

Drei Jahre nach „Total Life Forever“ starten Foals mit „Holy Fire“ jetzt richtig durch. Kein Wunder, dass um die Band gerade so ein Hype entsteht, haben sie doch mit „Holy Fire“ das bislang stärkste Album ihrer Karriere herausgebracht.

CD-Cover: Holy Fire von Foals
Das bislang direkteste und durchdachteste ihrer Bandgeschichte zeigt das große Potenzial dieser Band. Dabei haben die Oxforder es verstanden, sich nicht bei dem Mainstream-Publikum anzubiedern, sondern ihren Indie-Charme zu erhalten. Der wohl kommerziellste Song auf dem Album ist „My Number“, dessen Melodie absoluten Hitcharakter hat. Doch auch die für Foals ungewohnt harten Gitarren wie in „Inhaler“ oder das beinahe zarte „Moon“ unterstreichen die Vielseitigkeit der Musiker, die auf „Holy Fire“ einen großen Reifungsprozess vollbracht haben.

Die Einflüsse auf dem Album sind derart vielschichtig, dass sie der Sänger Yannis Philippakis durchaus zu Recht als „das Delta, Voodoo, der Sumpf, Sexualität, byzantinische Ikonografie und Musik, zuckersüße Rhythmen, die Berge, der Abgrund, der Niedergang von Bienenvölkern, Hip-Hop und Stoner Rock“ beschreibt. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen.

„Holy Fire“ ist ein Album voller Kontraste, hier sind fünf Musiker am Werk, die den Mut haben, sich selbst und andere zu überraschen. Es ist, so Philippakis, ein Album entstanden, „das genau das ist, was es hätte werden sollen“.

Text: Marc Bargmann

Foals
Holy Fire
Warner Music